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Vermögen & Finanzen

Literaturtipps

Private Banking und Family Office

Farkas-Richling, Dirk / Fischer, Thomas R. / Richter, Andreas (Hrsg.): Private Banking und Family Office. Stuttgart (Schäffer-Poeschel) 2009 (XXXI, 548 S.) 99,95 € (ISBN 978-3-7910-2735-7)

Die professionelle Betreuung des großen Geldes kleidet sich begrifflich unspektakulär in „Private Banking“, und, wenn es um die Rundum-Versorgung bei der Anlage des ganz großen Geldes (Vermögen ab etwa 25 Mio. €) geht, beinahe banal in „Family Office“. Das betrifft sowohl die gewinnbringende Investition von Privatvermögen als auch von Stiftungsvermögen, worauf das von Farkas-Richling / Fischer / Richter herausgegebene Handbuch eher nebenbei hinweist. In Zeiten akuter Gefahren durch die anhaltende Finanzkrise gibt das vorliegende Werk einen ebenso umfassenden wie tiefen Einblick in die hohe Kunst der richtigen zukunftsweisenden Anlageentscheidungen und eine intensive, detailgetreue Abbildung der Märkte für Private Banking und Family Offices in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die vermögende und hochvermögende anspruchsvolle Kundschaft verlangt nach bestens ausgebildeten Beratern, die eine kompetente und individuelle Betreuung unter Berücksichtigung der gesamten Vermögens- und Anlagesituation gewährleisten. Die 21 Autoren, Praktiker renommierter Banken, Kanzleien und Beratungsunternehmen, deren Beiträge allerdings nur einer Tabelle auf S. IV zu entnehmen sind, geben Einblick in den Markt (S. 1-27), die Beratungsleistungen (S. 29-150) und Produkte im Private Banking (S. 151-417) und klären die rechtlichen sowie steuerlichen Rahmenbedingungen des Family Office (S: 419-517). Exkurse zur Zusammenarbeit mit den steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufen (S. 519 ff.) und zu Fortbildungsangeboten für Private-Banking-Berater (S. 527-536) sowie ein ausführliches Stichwortverzeichnis beschließen den Band. Ein empfehlenswertes, unverzichtbares Handbuch für professionelle Berater und Kunden, die Anlageentscheidungen mit vollziehen und kritisch hinterfragen wollen, um Zukunftsrisiken gering zu halten.

(Dr. Christoph Mecking, Chefredakteur Stiftung&Sponsoring, Berlin; Buch angezeigt in S&S 3/2010, S. 60)

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