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Umsatz- und einkommensteuerliche Behandlung gespendeter Beträge im Rahmen der Initiative "Deutschland rundet auf"

Im Rahmen der Initiative "Deutschland rundet auf" wenden Verbraucher Einzelhändlern Beträge zu, die von diesen an die "Deutschland rundet auf"-Stiftungs-GmbH im eigenen Namen für eigene Rechnung weitergleitet werden.

Es handelt sich bei diesen Beträgen nicht um umsatzsteuerlich relevante Geldzuwendungen, da sie kein Entgelt für eine vom Einzelhändler an den Verbraucher erbrachte Leistung darstellen.

Die Aufrundungsbeträge sind ertragsteuerlich bei den Einzelhändlern, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG durch Betriebsvermögensvergleich vereinnahmen, als Betriebseinnahme zu erfassen. In gleicher Höhe hat der Einzelhändler eine Verbindlichkeit gegenüber der Stiftungs-GmbH zu passivieren, so dass sich hier keine Auswirkungen auf den Gewinn ergeben.

Sofern der Einzelhändler seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG durch den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermittelt, sind die Rundungsbeträge im Zeitpunkt der Vereinnahmung als Betriebseinnahmen und im Zeitpunkt der Abführung als Betriebsausgaben zu erfassen. Im Ergebnis ergibt sich auch hier somit keine Auswirkung auf den Gewinn.

BMF, Schreiben vom 3.5.2013, IV D 2 – S 7200/07/10017/IV C 6 – S 2130/13/1001

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