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Finanzverwaltung: Verbindlichkeit der amtlichen Muster für Zuwendungsbestätigungen

Wie das Bundesfinanzministerium (BMF) in seinem Schreiben vom 17.06.2011 (BStBl I 2011, S. 623) noch einmal hervorgehoben hat, haben sich gemeinnützige Körperschaften strikt an die amtlichen Vorgaben der Finanzverwaltung für Zuwendungsbestätigungen zu halten, damit der Spender die Spende steuerlich im Rahmen des Spendenabzugs (§ 10b EStG) geltend machen kann. Wortwahl und Reihenfolge der amtlichen Muster sind beizubehalten. Umformulierungen sind unzulässig.

Selbst Danksagungen oder Werbung für die verfolgten Zwecke dürfen nur auf der Rückseite der Zuwendungsbestätigung erscheinen. In ihrem Schreiben vom 17.06.2011 macht die Finanzverwaltung strenge Vorgaben für Zuwendungsbestätigungen. Ein Abweichen von den amtlichen Mustern wird nur in geringem Maße geduldet. Gemeinnützige Körperschaften sollten sich sehr genau an die Vorgaben halten, um nicht ihre Spender zu verärgern, die bei Abweichungen den Streit mit ihren Finanzämtern austragen müssten, was die Bereitschaft zu weiteren Spenden deutlich dämpfen dürfte. Die amtlichen Muster für die Zuwendungsbestätigungen wurden als Anlagen zum BMF-Schreiben vom 13.12.2007 im Bundessteuerblatt 2008, Teil I, S. 4 veröffentlicht. In dem BMF-Schreiben vom 17.06.2011 sind noch weitere Details zu den notwendigen bzw. möglichen Angaben auf den Zuwendungsbestätigungen, insbesondere für Sammelbestätigungen und Sachspenden enthalten. (14/08/11)

Quelle: Bernd Schult, RA/StB, RÖVERBRÖNNER GmbH & Co. KG

BMF vom 17.06.2011

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