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Ehrenamtspauschale, § 3 Nr. 26a EStG in Kombination mit einem Minijob

Geringfügigkeitsrichtlinie der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung vom 14.10.2009

Die Ehrenamtspauschale, § 3 Nr. 26a EStG oder der Übungsleiterfreibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG können auch im Rahmen eines Minijob - Verhältnisses geltend gemacht werden.

Gem. § 14 Abs. 1 S. 3 SGB IV gehören steuerfreie Aufwandentschädigungen und die in § 3 Nr. 26 und 26a EStG genannten steuerfreien Einnahmen nicht zum Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung.

Der steuerliche Freibetrag ist für die Ermittlung des Arbeitsentgelts in der Sozialversicherung in gleicher Weise zu berücksichtigen wie im Steuerrecht, d.h. der steuerfreie Jahresbetrag in Höhe von 2.100 € (Übungsleiterfreibetrag) oder in Höhe von 500 € (Ehrenamtspauschale) kann pro rata z.B. monatlich mit 175 €(Übungsleiterfreibetrag) oder 41,67 € (Ehrenamtspauschale) oder en bloc ausgeschöpft werden. Dies bedeutet, dass die Zahlung eines Übungsleiterfreibetrages oder einer Ehrenamtspauschale – so die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen – die steuerliche bzw. sozialversicherungsrechtliche Behandlung als Minijobverhältnis nicht berührt. Es fallen nur die für das Minijobverhältnis geltenden pauschalen Sozialversicherungsbeträge bzw. die pauschale Lohnsteuer an. (12/02/10)

Quelle: Evelyn Manteuffel, RAin, Deutsches Stiftungszentrum GmbH
im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

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