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Neues Buch kratzt an glänzender Fassade der Nobel-Stiftung

Seit 100 Jahren gilt der Nobelpreis als renommierteste aller Auszeichnungen. Vor allem der Friedensnobelpreis hat sich als Meinungsinstanz etabliert. Doch die Vorwürfe gegen die mächtige Nobel-Stiftung werden lauter. Der investigative Journalist Emil Bobi nimmt das "Heiligtum Nobelpreis" genau unter die Lupe.

Journalist und Autor Emil Bobi (Foto: Andreas Hofer/Ecowin Verlag)

Der Nobelpreis gilt als globale Meinungsmonarchie, ein Tabu für Hinterfragungen. Die Ausführer von Nobels Testament haben es geschafft, ein Kulturgericht zu schaffen, das über die Richtigkeit von Wissen und Fortschritt entscheidet und dessen Entscheidungen auf der ganzen Welt pure Zustimmung finden. Aber auch massive Kritik.

In der jüngeren Vergangenheit wurden mehrere Anzeigen wegen des Verdachts auf Missbrauch von Stiftungsgeldern gegen die Nobel-Stiftung eingebracht und es gab verhaltene Ermittlungen durch die Behörde. Österreichs bekannter Aufdecker-Journalist Emil Bobi hat sich auf eine Spurensuche begeben und zeigt, was aus der höchsten irdischen Auszeichnung geworden ist, wer wirklich entscheidet und wie es mit dem Preis und seinem angeschlagenen Ruf weitergehen kann.

Emil Bobi hat in Stockholm und Oslo recherchiert. Er hat mit Preisträgern, Mitgliedern der Nobel-Organisationen, Politikern, Befürwortern und Kritikern gesprochen. Das spannende Ergebnis hält er in seinem neuen Buch fest und gibt darüber hinaus Einblick in das Funktionieren eines florierenden Unternehmens. “Im Wesentlichen ist die ?Nobelstiftelsen? heute ein Investmenthaus mit zwölf Angestellten, welches das Kapital vermehrt, verwaltet und externe, unabhängige Preisverleihungsorgane finanziert”, beschreibt der Autor die Nobel-Stiftung. Das wahre Kapital und Produkt ist und bleibt das Ansehen, das es weiterhin zu wahren gilt.

Bobis Fazit: Alfred Nobel hat ein Testament geschrieben und darin exakt festgehalten, nach welchen Voraussetzungen der Preis vergeben werden und wer sein Geld bekommen soll. Gegen dieses Testament wird seit Jahren verstoßen und die Vergabe des Friedensnobelpreises für politische Zwecke missbraucht.

(28.9.2015 | Quelle: Ecowin Verlag)

Bibliografische Angaben:

Emil Bobi
Der Friedensnobelpreis – ein Abriss
Ecowin Verlag
ISBN: 978-3-7110-0081-1
Preis: 18,95 €

Kostenlose Leseprobe (PDF)

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