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Erste Biografie über Edmund Siemers erschienen

Geradezu idealtypisch verkörperte der Unternehmer Edmund Siemers (1840-1918) einen Stifter aus dem Großbürgertum. Nun ist die erste Biografie über eine der großen Figuren der Hamburger Kaufmannschaft im Deutschen Kaiserreich erschienen. Autor ist Johannes Gerhardt.

Als schöpferischer Unternehmer war Edmund Siemers in jungen Jahren einer der Pioniere des Petroleumhandels in Deutschland. Später reüssierte er als Importeur von Chilesalpeter und baute als einer der großen Reeder Hamburgs eine eigene Segelschiffs- und Dampferflotte auf. Schließlich wurde er Bauunternehmer und Großgrundbesitzer mit der Vision, im Norden der Hansestadt einen neuen Stadtteil aufzubauen.

Doch wirklich bekannt ist Siemers durch sein Engagement als Stifter geworden: 1896 Edmundsthal-Siemerswalde in Geesthacht, eine der ersten Lungenheilstätten in Deutschland, und 1907 dann das Vorlesungsgebäude auf der Moorweide – Keimzelle der Universität in Hamburg und bis heute ihr Sinnbild.

Die Biografie würdigt auch kritisch den Beitrag eines Mitbegründers der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung zur Philanthropie in seiner Heimatstadt. Sie erschließt das wirtschaftliche Umfeld, aus dem Edmund Siemers’ Vermögen hervorging. Sie beschreibt die faszinierende Blüte einer Stiftungslandschaft im Kaiserreich, der Beständigkeit und Wachstum versagt blieben, weil vor einhundert Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach.

Das Werk ist der 16. Band der von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung herausgegebenen Reihe “Mäzene für Wissenschaft”. Die Publikation erscheint bei Hamburg University Press und kann direkt dort (keine Versandkosten) oder im Buchhandel bestellt werden. Eine Online-Version für mobile Endgeräte als ePub- oder mobi-Datei steht ebenfalls zur Verfügung.

(7.11.2014 | Quelle: Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung)

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