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Basics für die sichere Online-Spende

Helfen im Netz ist einfach – und lohnt sich auch für die Geldsammler, sagt Christoph Kastenbauer von der gemeinnützigen digitalen Flohmarkt-Plattform "SWOP-Team", die im Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" prämiert worden ist.

“Über Online-Fundraising erschließen sich Organisationen neue, jüngere Zielgruppen. Außerdem stärken sie die Beziehung zu ihren Spendern, mit denen sie sich per E-Mail oder Social Media schnell und einfach austauschen können”, so Kastenbauer. Wie aber kann ich sicher sein, dass mein Geld auch wirklich ankommt? Was genau passiert mit meiner Spende? Viele Fragen ließen sich schon vor dem Geldtransfer klären. Kastenbauers Tipps für das gute Gefühl beim Online-Spenden:

  • Wer spenden will, sollte gründlich prüfen, ob der Geldempfänger seriös ist. Sicherheit gibt das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Kastenbauer: “Wirbt eine Organisation mit dem DZI Siegel, weiß ich: Mein Geld fließt in großen Teilen tatsächlich konkret in das entsprechende soziale Projekt.” Auch der Blick in den Social Reporting Standard-Bericht (SRS), in dem soziale Organisationen ihre Arbeit vorstellen, ist hilfreich, sagt Kastenbauer. “Kommuniziert die Organisation ihre Aktivitäten generell nur sehr vage, sollte der Spender vorsichtig sein.”

  • Verschlüsseln ist Voraussetzung Nummer eins für sicheres Online-Spenden. Daten sollten nur mittels SSL-Verschlüsselung übertragen werden. Ob eine Webseite SSL-zertifiziert ist, steht meist unter dem Spendenformular. Christoph Kastenbauer rät, immer die Datenschutzerklärung durchzulesen und niemals persönliche Daten an Dritte für gewerbliche Zwecke weiterzugeben. Oft findet sich auf der Webseite zudem ein Hinweis, wie die Spende per SMS abgewickelt werden kann – laut Kastenbauer eine der sichersten Methoden: “Der Spender versendet keinerlei persönliche Daten, die Abrechnung erfolgt direkt über den Mobilfunkanbieter.”

  • Spenden sollen die erreichen, die wirklich Hilfe brauchen. Fakt ist jedoch: Auch für Verwaltung oder Werbekosten brauchen die Organisationen Geld, um ihre Angebote langfristig zu sichern. Wie hoch dieser Anteil ist, findet sich in der Regel auf der Webseite der jeweiligen Institution. Der Tipp von Christoph Kastenbauer: “Je konkreter das Projekt ist, das ich mit meiner Spende unterstütze, desto genauer kann die Organisation berichten, was mit dem Geld geschieht.” Nachfragen lohnt sich.

Wie kreativ die Suche nach Geldgebern ablaufen kann, zeigt der Wettbewerb “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” der Initiative “Deutschland – Land der Ideen” und der Deutschen Bank: Mithilfe der App “SWOP-Team” inserieren User auf dem Flohmarkt-Portal zum Beispiel Omas Kommode oder die Sammelfiguren aus den Neunzigern. Wer zugreift, spendet einen freiwilligen Betrag an eine regionale Non-Profit-Organisation.

(30.10.2015 | Quelle: Initiative “Deutschland – Land der Ideen”)

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