Akteure & Konzepte

Stiftungsporträts

Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe

Die gemeinnützige "Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe – Lippeimpuls" fördert Projektvorhaben im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur in der Region Lippe. Vom Kreis Lippe 2001 gegründet, um Kapital aus dem Verkauf von Gesellschafteranteilen eines regionalen Energieversorgers langfristig für eine Stärkung des Standortes Lippe zu erhalten und nutzbar zu machen, hat die privatrechtliche Stiftung seit Gründung mehr als 100 Projekte unterstützt.

Neben der Projektförderung kümmert sich die Stiftung auch um die Initiierung zusätzlichen stifterischen Engagements. So setzt sie sich für die Errichtung von unselbstständigen Stiftungen ein, die sie unter ihre treuhänderische Verwaltung nimmt. Derzeit befinden sich sieben Treuhandstiftungen in ihrer Verwaltung.

Alles begann 1999 mit dem Verkauf der Gesellschafteranteile an der Wesertal GmbH und der Idee, einen Teil des freigewordenen Geldbetrags für die Region nachhaltig wirksam einzusetzen. Auf Initiative des lippischen Landrats Friedel Heuwinkel sollte der Verkaufserlös nicht zur Entschuldung des Kreishaushaltes oder zur Übernahme laufender Verwaltungskosten genutzt werden, sondern langfristig den Kreis Lippe im Rahmen einer Strukturförderung stärken. Unter dem Namen Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, der das Leitziel in Buchstaben fasste, wurde die Stiftung am 19. Juli 2001 unter breitem politischen Konsens genehmigt.

Als Gremienmitglieder wurden für den Stiftungsrat, der über die Fördergelder und Ausrichtung der Stiftungsarbeit beschließt, Vertreter der politischen Fraktionen aus dem Kreistag bestimmt. Stiftungsratsvorsitzender wurde der Landrat des Kreises, Friedel Heuwinkel. Am 31. Oktober 2001 fand die konstituierende Sitzung des Stiftungsrates statt, auf der die Weichen für die zukünftige Arbeit der Stiftung gestellt wurden.

Für das Kuratorium als beratendes Gremium wurden wichtige regionale Akteure aus den drei Förderbereichen der Stiftung – Bildung, Wissenschaft, Kultur – gewonnen. Auf diese Weise konnte frühzeitig der Netzwerkgedanke verwirklicht werden. Kuratoriumsvorsitzender seit Berufung des Gremiums ist Dr. Albert Hüser, Vorstandsvorsitzender der Lippischen Landes-Brandversicherung.

Mit Dr. A. Heinrike Heil kam im Januar 2002 eine promovierte Betriebswirtschaftlerin nach Lippe und übernahm dort die Geschäftsführung der Stiftung. Sie baute die Infrastruktur der Stiftung Standortsicherung auf, knüpfte Kontakte in die Region und nahm den Förderbedarf in den drei Förderbereichen der Stiftung auf. Außerdem entwickelte sie in Abstimmung mit den Stiftungsgremien zahlreiche Ideen zur gezielten und nachhaltigen Unterstützung und Stärkung der Region.

Einen Förderschwerpunkt der Stiftung bildet der weitreichende und wichtige Bereich Bildung. Hier unterstützt die Stiftung u.a. das innovative Projekt “Lippe erzählt”. Es beinhaltet die Ausbildung ehrenamtlicher und professioneller Erzähler, die in der Region in die Grundschulen gehen und dort in einem ersten Schritt Märchen erzählen. Die Kinder nehmen diese Märchen auf und erzählen sie dann im nächsten Schritt selbst. Aus Zuhörern werden Erzähler. Auf diese Weise werden spielerisch die Sprachfähigkeiten der Kinder gesteigert. Ein weiteres Projekt im Bereich Bildung ist das “familY-Programm” des Vereins buddY e.V. Das Programm bildet Eltern, um Kinder zu stärken. Denn in keinem anderen europäischen Land ist die familiäre Herkunft so bestimmend für den Bildungsweg eines Kindes wie in Deutschland. Dennoch werden Familien als „Bildungsinstitution“ wenig gefördert. Das will familY ändern.

Im Förderbereich Wissenschaft fördert die Stiftung die Einrichtung spezieller innovativer Stiftungslehrstühle an den Hochschulen der Region Lippe und ermöglicht über finanzielle Unterstützung die Anschaffung wegweisender Versuchsgeräte.

Kulturelle Bildung ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe. Aus diesem Grund investiert die Stiftung Standortsicherung ihre Fördermittel auch in den Bereich Kultur, fördert dort kreative Veranstaltungen und Projekte mit überregionaler Wirkung.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit der Geschäftsführung ist die Generierung von Zustiftungen, zum Beispiel in Form von Treuhandstiftungen. 2003 wurde die erste treuhänderisch von der Stiftung Standortsicherung verwaltete Stiftung gegründet: die Dr. Karl Fischer-Stiftung. Es folgten die Stiftung „Für Lippe“ und die Meyer-Sickendiek-Stiftung im Jahr 2005, die Gründung der Stiftung der Hochschule für Musik Detmold in 2006, der Stiftungsfonds Umweltstiftung Lippe und die Finke-Stiftung im Jahr 2008 sowie die Stiftung “Ohne Fleiß kein Preis” in 2011 und die Helmut und Irmgard Grünberg-Stiftung in 2012.

Website der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Stiftungsporträts"