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Stiftung Land und Leben: Gelebte Solidarität unter Landwirten

Mit der 2008 gegründeten Stiftung Land und Leben übernehmen der Bayerische Bauernverband und seine Dienstleistungsunternehmen soziale Mitverantwortung für den ländlichen Raum.

Die Ziele der Stiftung sind breit gefächert. Gefördert werden unter anderem Projekte aus der Agrar-, Forst- und Gartenbauwissenschaft, die Aus-, Fort- und berufliche Weiterbildung der jugendlichen und erwachsenen Bevölkerung im ländlichen Raum, die ländliche Familienberatung und das öffentliche Wohlfahrtswesen. Auch in Zukunftsfragen der Landwirtschaft ist die Stiftung aktiv und unterstützt in ihrem Engagement für die Wissenschaft das agrarwissenschaftliche Zentrum Weihenstephan.

“Mit der Stiftung Land und Leben hat der Bayerische Bauernverband einen Meilenstein für gelebte Solidarität auf dem Land geschafften”, betont Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes. “Mit der Stiftung soll ein Zeichen gesetzt werden, dass man füreinander da ist und hilft, wenn Not am Mann ist – gerade in diesen Situationen, wie wir sie in den vergangenen Wochen erlebt haben.”

Beim Spendenaufruf für hochwassergeschädigte Betriebe hat sich die Stiftung Land und Leben als wichtiger Rettungsanker erwiesen. Notlagen, die nicht durch öffentliche Hilfen abgedeckt werden, können so gemildert werden. “Seit Anfang Juni 2013 sind fast 280.000 Euro an Spenden eingegangen”, sagt Stiftungsratsvorsitzender Max Weichenrieder. Um den betroffenen Bauernfamilien schnell zu helfen, arbeitet die Stiftung unbürokratisch: Bislang wurden schon rund 109.000 Euro an 22 Familien für Schäden an Gebäuden, Inventar und landwirtschaftlichen Flächen ausbezahlt.

Um das Stiftungsprinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” möglichst breit gestreut wirksam werden zu lassen, sind weitere Zustiftungen und Spenden nötig. “Auch kleinste Beiträge helfen, Not zu lindern und Gefahrensituationen vorzubeugen. Schon ein bisschen was tun ist mehr wert als viel reden”, appelliert Schirmherrin Christa Stewens.

Doch nicht jede Not lässt sich finanziell beheben. Manchmal ist es gerade die persönliche Anteilnahme in Form eines Gesprächs, die Betroffenen Hoffnung geben und neue Wege aufzeigen kann. Dazu hat die Stiftung in diesem Jahr das MontagsTelefon ins Leben gerufen. “Wir wollten mit dem Sorgentelefon ein Gesprächsangebot bereitstellen, wo sich Bäuerinnen und Bauern Sorgen und Belastungen anonym von der Seele reden können”, sagt Landesbäuerin Anneliese Göller. Dass das Angebot eine Lücke schließt, zeigt die Resonanz. “Jeden Montag rufen zwischen acht und zehn Personen an, etwas mehr Frauen als Männer.” Für die Anrufer ist das Gespräch kostenlos. Die eigens für das Sorgentelefon geschulten Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung erbringen ihre Leistung ehrenamtlich.

(2.9.2013 | Quelle: Bayerischer Bauernverband)

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