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Stiftung Kinder in Afrika

Seit 25 Jahren setzt sich die Stiftung ‚Kinder in Afrika’ dafür ein, das Bildungsangebot vor Ort zu erhöhen, Patenschaften für hilfsbedürftige Kinder zu vermitteln und die ärmsten Regionen des Kontinents mit Hilfsgütern zu versorgen. Ein Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Stiftungsarbeit.

St. Mary's Primary School Karuguuza. Die Schule wurde 2007 um drei Räume von der Stiftung erweitert.

Jubiläum! Seit dem 12. Dezember 1984 schon setzt sich die Initiative Kinder in Afrika für notleidende, hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche auf dem schwarzen Kontinent ein. Hilfsleistungen in Höhe von insgesamt 55 Mio. € sandte die Stiftung in dieser Zeit an notleidende Gebiete in Uganda, Tansania, Äthiopien, Ghana, Südafrika oder Sambia. Zu den wichtigsten Leistungen der Stiftung gehören der Bau von Schulen, die Vermittlung von Ausbildungspatenschaften und die Bereitstellung von Hilfsgütern. Gegründet hat die Stiftung der Reinbeker Horst W. Zillmer, der auf seinen Reisen in nahezu 100 Länder mit der Not vieler Menschen in den Entwicklungsländern konfrontiert wurde. „Die Erfahrungen aus 25 Jahren Stiftungsarbeit zeigen uns, dass Entwicklung nicht nur auf Geld, Wissenschaft und Technik basiert, sondern auch auf persönlichem Engagement. Wir arbeiten mit den Menschen vor Ort zusammen, damit diese ihre Lebensumstände eigenverantwortlich und langfristig verbessern können“, so der Stiftungsvater.


Erfolge in 25 Jahren Stiftung Kinder in Afrika:
• Hilfsleistungen in Höhe von 55 Mio. €
• 29 Grund-, Sekundarschulen u. Berufsausbildungszentren
• 700 Container Hilfsgüter
• 8.000 Krankenhausbetten
• 771 Tonnen Verbandsstoffe
• mehr als 200 Tonnen Gebrauchtkleidung
• über 250.000 Packungen Medikamente

Bildung: Das Fundament der Zukunft

Im Fokus der Stiftungsarbeit steht derzeit der Neubau von Bildungseinrichtungen – allein 2009 sind sieben neue Schulen entstanden – sowie die Erweiterung bereits bestehender. Durch Ergänzungsbauten sollen Grundschulen entlastet werden, deren einzelne Klassen oft mit bis zu 200 Kindern belegt sind. Häufig werden Schulprojekte auch mit Fördermitteln des Entwicklungshilfeministeriums, Jugend Dritte Welt und der Umweltlotterie BINGO! unterstützt.

Bestes Beispiel für geförderte Schul- und Ausbildungsprojekte ist das eigens erbaute Schulzentrum in Butiru (Uganda) mit einer Vor-, Grund- und Sekundarschule sowie einem angeschlossenen Berufsausbildungszentrum.
Die Grundschule wurde von der Kommunalverwaltung des Manafwa Distrikts (Manafwa District Local Government) 2007 und 2008 als beste ihrer Art ausgezeichnet. 2010 sollen u. a. eine weitere Grundschule und sechs weitere Schulneubauten in Uganda entstehen. Kinder für Afrika unterstützt außerdem Alphabetisierungskurse für Erwachsene und Seminare zu den Themen AIDS, Kindere-he, Hygiene, Gesundheit und Ernährung.

Patenkinder: Gleiche Chancen für alle

Bildung und Ausbildung sind die entscheidenden Grundlagen für die persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entfaltung. Daher unterstützt die Stiftung in Zusammenarbeit mit zuverlässigen und erfahrenen Partnern vor Ort den Schulbau und die Eingliederung von AIDS-Waisenkindern. Zudem vermittelt Kinder in Afrika auch Ausbildungspatenschaften: 25 € monatlich decken die durchschnittlichen Schulkosten inklusive Schulgeld, Lernmaterial, Uniform und Fahrgeld für ein Kind, welches ohne Ausbildung lebenslang chancenlos bleiben würde. Derzeit gibt es 154 Ausbildungspatenschaften für Waisenkinder in vier afrikanischen Ländern.

Hilfsgüter: Hilfe, die ankommt

Allein durch ehrenamtliche Mitarbeit versorgte die Stiftung im vergangenen Vierteljahrhundert ihres Bestehens zahlreiche Kriegsopfer, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Infusionslösungen, Bekleidung, Decken, Einwegartikeln oder Medikamenten. Außerdem wurden die betroffenen Gebiete mit Krankenhausausstattungen und Verbrauchsgütern beliefert.

Neben dem Bau von weiteren Grund- und Sekundarschulen wird die Stiftung Kinder in Afrika im nächsten Jahr insbesondere Ausbildungsbeihilfen für Waisenkinder leisten und Gesundheitseinrichtungen fördern. Allein hierfür stellt die Stiftung Hilfsgüter wie Krankenhausbetten und Medikamenten mit einem Wert von einer halben Mio. € bereit. (24/12/09)

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