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Stiftungsporträts

Die Kindernothilfe-Stiftung

Investition in die Zukunft der Kinder dieser Welt!

von Guido Oßwald, Duisburg

Die Kindernothilfe-Stiftung setzt sich weltweit für die Rechte der Kinder ein und fördert sie ungeachtet ihrer Rasse, Religion und des Geschlechts. Diese Aufgabe erfüllt die Stiftung sowohl durch die Förderung der Projektarbeit des Vereins Kindernothilfe als auch durch die Vergabe des Medienpreises.

Die Kindernothilfe-Stiftung setzt sich weltweit für die Rechte der Kinder ein und fördert sie ungeachtet ihrer Rasse, Religion und des Geschlechts. Diese Aufgabe erfüllt die Stiftung sowohl durch die Förderung der Projektarbeit des Vereins Kindernothilfe als auch durch die Vergabe des Medienpreises.

WARUM NEBEN DEM VEREIN NOCH EINE STIFTUNG?

Der Verein Kindernothilfe tritt seit über 45 Jahren für notleidende Kinder ein. Dies war und ist nur durch die Hilfe vieler engagierter Menschen möglich. Immer mehr Menschen möchten — über das Spenden hinaus — auch dauerhaft in die Überwindung und Linderung von Elend und Not investieren. So besteht bei vi¬len der Wunsch, zu Lebzeiten oder über den Tod hinaus einen Teil ihres Vermögens für gute Zwecke einzusetzen und langfristig zu helfen.

Vor diesem Hintergrund hat der Verein 1999 „seine” Kindernothilfe-Stiftung errichtet. Die damit verbundene Botschaft lautet: Stiften heißt Vermögen auf Dauer einem bestimmten Zweck zu widmen. Das Vermögen bleibt erhalten und die Erträge fließen Jahr für Jahr direkt in die Projektarbeit der Kindernothilfe. Mit stifterischem Engagement tätigt jeder Stifter eine langfristige Investition in die Zukunft der Kinder dieser Welt.
Nicht immer einfach ist es dabei, zwischen der Stiftung und dem Verein zu unterscheiden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Menschen beide Rechtsformen unterstützen, z.B. als langjährige Patin und daneben als Stifterin. Neben einer sehr gut aufgestellten Datenbank erfordert die Spenderbetreuung besonderes Fingerspitzengefühl. Oft kann nur im Einzelfall geklärt werden, ob die Stiftung oder der Verein unterstützt werden soll. Lösen wollen wir dieses Problem durch einen ganzheitlichen Ansatz: Letztendlich geht es darum, Menschen für die Grundidee der Kindernothilfe zu begeistern und ihnen Möglichkeiten zu geben, sich zu engagieren. Die Rechtsform ist dabei nur nachrangig und Mittel zum Zweck.

STIFTEN FÜR KONKRETE ZWECKE

Viele Stifter wollen im Voraus wissen, wofür die Erträge des gestifteten Vermögens eingesetzt werden. Nicht nur beim Spenden, sondern auch beim Stiften gewinnt so der konkrete Zweck an Bedeutung. Deshalb hat die Kindernothilfe-Stiftung die drei Themenfonds Mädchen- und Frauenförderung, Berufsausbildung und Hilfe für Kinder in besonderen Lebenslagen wie z.B. Aids/ HIV-betroffene Kinder oder Straßenkinder errichtet: Die Erträge dieser drei Fonds werden ausschließlich für Projekte mit entsprechenden Zielgruppen und inhaltlichen Schwerpunkten verwendet. Die Stiftung ermöglicht ferner Zustiftungen zu persönlichen Stiftungsfonds: Diese können mit dem Namen des Stifters verbunden sein. Mit dem Stifter wird dann abgesprochen, für welche Zielgruppen oder Projekttypen die Erträge verwendet werden sollen. Darüber wird die treuhänderische Verwaltung von unselbstständigen Stiftungen angeboten. Voraussetzung ist, dass der größte Teil der Erträge aus dem Stiftungsvermögen der Projektarbeit der Kindernothilfe zu Gute kommt.

PROJEKTARBEIT DER KINDERNOTHILFE

Als Förderstiftung unterstützt die Stiftung die weltweite Projektarbeit der Kindernothilfe: In 27 Ländern der Welt werden rund 270.000 Kinder unter Berücksichtigung ihres familiären und sozialen Umfeldes in unterschiedlichsten Projekten gefördert. Das Spektrum reicht dabei von Kindertagesstätten, Schülerwohnheimen, Berufsausbildungsprojekten über Behinderteneinrichtungen oder Projekte für traumatisierte oder sexuell missbrauchte Kinder bis hin zu kindzentrierten Gemeinwesen-Entwicklungsprojekten. Dabei arbeitet die Kindernothilfe ausschließlich mit lokalen Organisationen oder Kirchen zusammen, die die Projektarbeit tragen, durchführen und verantworten.

MEDIENPREIS

Der Medienpreis „Kinderrechte in der Einen Welt” wird von der Stiftung seit 1999 vergeben. In den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen und Foto werden herausragende journalistische Beiträge ausgezeichnet, die dazu beigetragen haben, die Öffentlichkeit für die Kinderrechte und insbesondere für Kinderrechtsverletzungen zu sensibilisieren. Jeder Preis ist mit 2.500 € dotiert. (Erschienen in S&S 1/2007)

Der Autor: Guido Oßwald ist Geschäftsführer der Kindernothilfe-Stiftung.

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