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Zentrum für Polenstudien entsteht an den Universitäten Halle und Jena

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit hat das neue Zentrum gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD und der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung initiiert und finanziert es in seiner Entstehungsphase.

In einem “Letter of intent zur Förderung der Einrichtung eines Zentrums für Polenstudien an den Universitäten Jena und Halle” hat die Stiftung erklärt, dass sie den Universitäten gemeinsam einen Zuschuss in Höhe von bis zu 150.000 € pro Jahr in einem Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Jahren mit der Möglichkeit der Verlängerung um weitere zwei Jahre für die Einrichtung eines Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien zu gewähren beabsichtigt.

“Mit diesem bahnbrechenden Fördervorhaben, welches von Polen und Deutschen gemeinsam initiiert wurde, können wir die neue Qualität der deutsch-polnischen Beziehungen in Europa auch für die künftigen Generationen institutionalisieren”, sagte Ma?gorzata ?awrowska, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Entsprechend der Absicht der Stiftereinrichtungen die polenbezogene Kompetenz in Deutschland zu stärken, wird mit der Gründung des Zentrums für Polenstudien ein weiteres Standbein fächerübergreifender polenbezogener Studiengänge in Deutschland geschaffen. “Auch im internationalen Vergleich wird das Zentrum in Halle und Jena eine besondere Stellung einnehmen. Es ist neben den neuen Zentren an der Columbia University und Oxford University das Größte dieser Vorhaben”, so betonte Dr. Albrecht Lempp, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Eine Auswahlkommission unter Leitung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit hatte im Februar 2012 entschieden, den Zuschlag für die Einrichtung des Zentrums für Polenstudien an die Universitäten Halle und Jena zu vergeben, die mit einem anspruchsvollen, interdisziplinär angelegten Konzept modern verstandener area studies überzeugen konnten. Die Förderung sieht vor, jeweils eine Professur in Halle und Jena einzurichten und Forschungsvorhaben im interdisziplinären Verbund zu bezuschussen. Das Zentrum für Polenstudien wird in Halle angesiedelt sein und den Lehrbetrieb zum akademischen Jahr 2013/2014 aufnehmen.

Das neue Zentrum für Polenstudien wird nach dem renommierten polnischen, in Deutschland lehrenden Historiker und Slawisten Aleksander Brückner benannt. Er leistete zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung der Slawistik als eigenständigen Forschungszweig.

(27.12.2012 | Quelle: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit)

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