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ZEIT-Stiftung und Til Schweiger Foundation kooperieren

31 junge Hamburger Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, dem Iran und dem Libanon sind nun in das Projekt "Weichenstellungen" aufgenommen worden.

Die Flüchtlinge im Alter zwischen 11 und 17 Jahren besuchen eine der fünf Internationalen Vorbereitungs­klassen des Gymnasiums Hamm: Ein Jahr lang lernen sie intensiv die deut­sche Sprache und werden in der Regel­klasse ein weiteres Jahr zusätzlich im Be­reich Deutsch als Zweitsprache gefördert. Studentische Mentoren von “Weichenstellungen” begleiten die Schüle­rinnen und Schüler individuell vier Stun­den pro Woche, die Lehramtsstudierenden gehen unmittelbar auf ihre Lernbedürfnisse ein und erschließen ihnen die neue schulische Situation, aber auch die zunächst fremde Stadt und ihre Kultur. Die gezielte Arbeit der “Weichenstellungen”-Mentoren erleichtert den Flüchtlingskindern den Zugang in die Re­gelklasse, so dass sie ihre Begabungen entfal­ten können. Auch die Eltern sind in die Förderarbeit einbezogen.

“Die neu Zugewanderten sind neugierig und wach, sie haben ungemein viel Potenzial. Mit ‘Weichenstellungen’ stärken wir die jungen Flüchtlinge, die in Hamburg schulisch Fuß fassen wollen und ebnen ihnen durch gezielte Sprachförderung den Weg in die Regelschule. Die sprachlichen Hürden zu überwinden, ist das eine. Das andere ist die Integration in die neue Umgebung der Hansestadt. Dass dabei alle Beteiligten voneinander lernen, ist eine wunderbare Erfahrung, die viele Chancen eröffnet”, unterstreicht Tatiana Matthiesen, Leiterin Förderbereich Bildung und Erziehung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

“Die Idee, dass angehende Lehrer als Studentenjob bei der Ausbildung und Integration von Flüchtlingskindern helfen, ist ebenso einfach, wie genial”, ergänzt Til Schweiger. “Schließlich profitieren davon beide Seiten: Die Studenten sammeln erste praktische Erfahrungen und die Kinder und Jugendlichen werden durch gezielte Betreuung sowohl innerhalb der Schule, als auch außerhalb im Rahmen von Freizeit- und gesellschaftlichen Aktivitäten begleitet. Beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration.”

(8.12.2015 | Quelle: ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius)

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