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Wirtschafts.Forscher! PwC-Stiftung startet neues Programm an Schulen

Eine neue Unterrichtsreihe will ökonomische Bildung durch forschendes Lernen vermitteln: Dabei werden soziale und ethische Kompetenz bei wirtschaftlichem Handeln besonders gefördert.

Das neue Programm der PwC-Stiftung bietet jungen Menschen ab dem achten Schuljahr Gelegenheit, sich in der Schule mit wirtschaftlichen Sachverhalten zu befassen und diese aus einer ethischen Perspektive heraus zu erkunden. Wissenschaftliche Partner der “Wirtschafts.Forscher!” sind das Münchner Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) und das Oldenburger Institut für ökonomische Bildung (IÖB).

“Wir möchten dazu beitragen, das Verständnis der Jugendlichen für wirtschaftliche Zusammenhänge zu verbessern”, sagt Dr. Jan Konerding, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung. “Dazu gehören natürlich auch soziale und ethische Kompetenz. Wer sich schon in der Schule intensiv mit unserer Marktwirtschaft beschäftigt, profitiert als Erwachsener davon.”

Das Programm besteht aus mehreren Unterrichtsmodulen, in denen sich Schüler der Sekundarstufe I mit grundlegenden Fragen volkswirtschaftlichen Handelns auseinandersetzen – wissenschaftlich fundiert, problemorientiert und aus vielerlei Perspektiven. Dabei werden in Planspielen Angebot und Nachfrage, Knappheit oder die Entwicklung von Preisen simuliert. So “strandet” die Klasse zum Beispiel auf einer einsamen Insel und muss ein eigenes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem errichten. Soll jeder für sich wirtschaften oder ist Arbeitsteilung möglich? Welche Regeln gelten für Tausch und Handel? Müssen alle produktiv sein und wer sorgt für die Gesundheit der Gruppe?

Die in diesem Planspiel augenscheinliche, ethische Komponente des Wirtschaftens wird den Jugendlichen so ebenfalls vermittelt. Nutzen sie beispielsweise eine allen zur Verfügung stehende, endliche Ressource im Übermaß, versiegt schlussendlich die Quelle. Die Planspiele beziehen alle Ebenen und Akteure bei ökonomischen Entscheidungen und Prozessen ein. Ziel der “Wirtschafts.Forscher!” ist es dabei, verantwortungsbewusstes Entscheiden und Handeln von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Dabei soll ihr Interesse geweckt werden, in ihrem späteren Berufsleben eine zukunftsfähige Wirtschaft mitzugestalten.

Die “Wirtschafts.Forscher!” nutzen die Methode des forschenden Lernens. Die Schüler schärfen ihre Urteilsfähigkeit und arbeiten an ihrer Fähigkeit, ökonomische Problemstellungen zu lösen. Dazu zählt auch, soziale und ökologische Aspekte von Produktionsprozessen und beim Konsum zu verdeutlichen. Die Jugendlichen diskutieren auf diesem Wege gleichermaßen die Perspektiven unterschiedlicher Akteure an der Schnittstelle von Wirtschaft und Ethik.

Die teilnehmenden Lehrer der beim Start beteiligten Schulen (jeweils drei in Bayern, Hessen und Niedersachsen) erhalten umfassende Unterstützung, um das Programm in die Klassenräume zu transportieren. Auch während des Projekts besteht die Möglichkeit zum Kontakt zwischen den Projektpartnern. Zum Abschluss des Programms präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse aus den Schul-Workshops der Öffentlichkeit. Die jugendlichen “Wirtschafts.Forscher!” treten dabei mit Akteuren aus Wirtschaft, Bildung, den Medien und der Politik in den Dialog.

(16.12.2015 | Quelle: PwC-Stiftung)

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