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Stiftung Gesundheit: Chefärzte lehnen Bonuszahlungen mehrheitlich ab

Die Mehrheit der leitenden Klinikärzte (63 Prozent) ist gegen Bonifikationen, die an einen ökonomischen Erfolg der Klinik gekoppelt sind, denn diese widersprächen dem Berufsethos.

Das hat die Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2012” der GGMA Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit ergeben. Unterdessen gaben 37,7 Prozent der Befragten an, Bonuszahlungen zu erhalten.

Bei jüngeren Verträgen sind erfolgsabhängige Zusatzzahlungen laut der Studie am häufigsten: So erhalten 42 Prozent der leitenden Klinikärzte, die ein bis fünf Jahre ihre Funktion ausüben, Boni. Bei Ärzten, die seit mehr als zehn Jahren in leitender Funktion sind, sind es nur 34,7 Prozent. Die Bundesärztekammer, der Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands und der Marburger Bund haben erfolgsabhängige Boni abgelehnt.

Die Studie untersuchte auch die Umsätze der Arztpraxen in Deutschland: Diese stammen weiterhin zu fast 90 Prozent aus Leistungen der gesetzlichen (GKV) und privaten Krankenversicherung (PKV), wobei der GKV-Anteil 68 Prozent ausmacht. Der PKV-Anteil liegt knapp über 20 Prozent und damit weiterhin überdurchschnittlich hoch angesichts der Tatsache, dass der Anteil der Privatversicherten in Deutschland weiterhin lediglich 11,4 Prozent beträgt. Der Anteil der durch Selbstzahlerleistungen erwirtschafteten Erträge ist im Vergleich zu 2011 um rund ein Prozent auf 7,2 Prozent gestiegen. Forschung spielt eine untergeordnete Rolle bei den Einkommen von Ärzten.

(28.12.2012 | Quelle: Stiftung Gesundheit)

Studie Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2012" (PDF)

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