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Stefan-Morsch-Stiftung baut Stammzellspenderdatei aus

Fast 23.000 Menschen haben sich 2012 von den Mitarbeitern der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Das bedeutet, sie haben sich dazu bereit erklärt, im Ernstfall einem an Leukämie erkrankten Menschen mit einer Stammzellspende eine Chance auf Heilung zu geben.

Gleichzeitig wurde auch eine neue Höchstmarke bei der Zahl der Menschen erreicht, die tatsächlich für ihren “genetischen Zwilling” spenden konnten. Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Hauptziel der Stiftung ist es, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren lassen. Fast 11 000 Menschen erkranken jedes Jahr an Leukämie. Oft ist eine Stammzelltransplantation ihre einzige Chance, dem Blutkrebs zu entkommen. “Leider wissen viele Menschen nicht, dass jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einer Stammzelltransplantation Leben retten kann”, so Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

“In den vergangenen Jahren haben wir sehr gut mit der Bundeswehr kooperiert”, berichtet der 69 Jährige. So ist der Anteil der Soldaten in der Datei stark gestiegen: Nicht nur, dass die Zahl der typisierten Soldaten innerhalb der Spenderdatei kontinuierlich wächst, auch der Anteil der Stammzellspender liegt heute bei 30 Prozent. “173 Lebensretter, die die Stefan-Morsch-Stiftung im vergangenen Jahr vermittelt hat, sind Angehörige der Bundeswehr”, berichtet Morsch. “Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir fortführen.”

Für 2013 plant die Stefan-Morsch-Stiftung, den Kontakt zu Bildungseinrichtungen auszubauen. Die Stiftung bietet dazu den Schulen, Fachhochschulen und Universitäten Unterstützung an: Regelmäßig besuchen Referenten aus der Stiftung die unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, um dort zielgruppengerecht entsprechende Fachvorträge etwa über die praktische Anwendung von Molekulargenetik zu halten. Dadurch entsteht eine fruchtbare Zusammenarbeit, bei der Schüler und Studenten nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern sich auch sozial engagieren können.

So wird es in den kommenden Wochen und Monaten mehrere Typisierungsaktionen an Schulen geben – organisiert von Schülern und Lehrern. Die Waldorfschule in Trier, das Gymnasium in Hermeskeil und das Richard-von-Weizäcker-Berufskolleg in Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen) sind Beispiele dafür. Darüber hinaus können Schulklassen und Studienkurse Führungen und Workshops etwa im hauseigenen Labor der Stiftung machen.

(17.1.2013 | Quelle: Stefan-Morsch-Stiftung)

Website der Stefan-Morsch-Stiftung

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