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Akteure & Konzepte

Projekte & Programme

SammLehr: Stiftung Mercator fördert neun Universitäten

Neun Hochschulen wurden mit ihren Konzepten für eine stärker objektbezogene Lehre nun von einer Jury ausgewählt und erhalten in den kommenden Jahren jeweils bis zu 137.000 €.

Von Fossilien und Käfern über Münzen bis hin zu Handschriften und Instrumenten: deutsche Universitäten sind reich an Sammlungen. Insgesamt 86 der 105 Universitäten nennen einen Teil dieses Reichtums ihr Eigen. Nur genutzt werden die Sammlungen immer weniger. Durch den verstärkten Einsatz neuer Medien, wie digitale Formate und Animationen, entfernen sich Lernende und Lehrende immer weiter von den Untersuchungsgegenständen. Die Lehre wird so zunehmend abstrakter. Dabei liegt in den Sammlungsobjekten das Potential kultureller und im umfassenden Sinne ästhetischer Bildung, das entscheidend zur Verbesserung der Lehre beitragen kann.

Insgesamt 96 Anträge von 54 Hochschulen in Deutschland sind bei der Ausschreibung “SammLehr – an Objekten lehren und lernen” der Stiftung Mercator eingegangen. “Die große Resonanz zeigt, dass es an deutschen Universitäten einen vielfältigen Bestand an Sammlungen gibt, der nutzbringend in der universitären Lehre eingesetzt werden kann”, so Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. “Die ausgewählten Konzepte sind exemplarisch für eine gelungene und nachhaltige Verbindung von Sammlungstätigkeit und Lehre.”

Die erfolgreichen Projekte:

  • Aachen: RWTH Aachen
    Konzept: Lernen am medizinischen Sammlungsobjekt: Instrumente und Geräte in der ärztlichen (Aus-) Bildung
    Fördersumme: 52.000 €

  • Dortmund, Technische Universität Dortmund
    Konzept: Planvoll
    Fördersumme: 120.000 €

  • Dresden: Technische Universität Dresden
    Konzept: Was Sammlungen können – Verknüpfung unterschiedlicher botanischer Sammlungen in der Lehre
    Fördersumme: 58.000 €

  • Erfurt: Universität Erfurt
    Konzept: Räume und Objekte: Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte
    Fördersumme: 137.000 €

  • Erlangen: Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg:
    Konzept: Hands on. Pathologisch-Anatomische Präparate didaktisch wiederbeleben
    Fördersumme: 49.000 €

  • Freiburg im Breisgau: Albert-Ludwigs-Universität
    Konzept: Beschreiben – Verstehen – Vermitteln. Die Archäologische Sammlung als Schreib- und Museumswerkstatt in der universitären Lehre
    Fördersumme: 85.700 €

  • Göttingen: Georg-August-Universität
    Konzept: KLEIN: Kulturell bildende Lernobjekte entwickeln, implementieren, neu machen
    Fördersumme: 122.000 €

  • Jena: Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Konzept: Laboratorium der Objekte
    Fördersumme: 111.000 €

  • Stuttgart: Universität Stuttgart
    Konzept: Objekt Text: Bibliotheken, Bücher, Manuskripte
    Fördersumme: 101.000 €

(16.1.2013 | Quelle: Stiftung Mercator)

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