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Murnau-Stiftung restauriert Ufa-Klassiker "Glückskinder"

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung bereitet den Film aus dem Jahr 1936 zur Berlinale 2013 technisch auf. Dank einer 35-mm-Nitrokopie aus dem Archiv der Stiftung Deutsche Kinemathek (Berlin) wird es möglich sein, die Komödie in bestmöglicher Bild- und Tonqualität für Kino, Video, Fernsehen und Internet digital verfügbar zu machen.

“Aus eigener Kraft können Stiftungen, Archive und Institute das deutsche Filmerbe nicht für digitale Medien verfügbar machen. Im Gegenteil: Was in den nächsten Jahren nicht digitalisiert wird, droht von Leinwänden und Bildschirmen zu verschwinden”, so Ernst Szebedits, Vorstand der Murnau-Stiftung. Die Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die Zusammenarbeit mit CinePostproduction hat dieses Projekt ermöglicht.

“Glückskinder ist eine der wenigen deutschen Komödien, die nach 1933 etwas von der Leichtigkeit und Frechheit der Weimarer Filmkultur bewahrten. Der lange Zeit wenig beachtete Film fand nicht zuletzt durch die Retrospektive zum Studio Babelsberg im Jahr 1992 wieder Beachtung,“ so Rainer Rother, Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek.

Restauratorin Anke Wilkening ergänzt: “Über Jahrzehnte hinweg konnte man Glückskinder nur in Form von Filmkopien erleben, deren Bild- und Tonqualität durch die verschiedenen Dupstufen des analogen Kopierprozesses, problematische Tonbearbeitungen und vom Ausgangsmaterial mitkopierte Zersetzungserscheinungen beeinträchtigt war. Ziel der digitalen Restaurierung ist es nun, die Abnutzungserscheinungen der Nitrokopie soweit wie möglich zu reduzieren und zugleich ihren Filmlook zu erhalten und in die digitale Welt zu übertragen.“

Die mit dem Ufa-Traumpaar Lilian Harvey und Willy Fritsch besetzte, in einem in Babelsberg erbauten New York spielende Screwball-Komödie steht in der Tradition der frühen deutschen Musikfilme. Das Lied “Ich wollt’, ich wär ein Huhn” ist unvergessen. Sie feierte ihre Uraufführung 18. September 1936 im Gloria-Palast in Berlin. Die restaurierte Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung wird in der Retrospektive der
Internationalen Filmfestspiele (7. bis 17. Februar 2013) ihre Premiere haben.

(19.12.2012 | Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)

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