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Monitor Lehrerbildung bringt Transparenz in Lehramtsstudium

Das gemeinsame Projekt von der Bertelsmann Stiftung, dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bietet mit aktuellen Informationen und Daten eine übersichtliche und umfassende Darstellung der Lehrerausbildung.

Die Lehrerbildung steht häufig nicht im Fokus der Hochschulpolitik. Gegenüber Zielen wie Forschungsexzellenz tritt sie oftmals in den Prioritäten zurück. Dazu trägt bei, dass ihr das Image der Undurchschaubarkeit im Dschungel des Föderalismus und des Regelwirrwarrs auf Länder- und Hochschulebene anhaftet.

“Der Monitor Lehrerbildung rückt das Lehramtsstudium vom Rand ins Zentrum der Hochschullandschaft”, so Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und Geschäftsführer des CHE. Denn es gilt: “Gute Schule ist guter Unterricht. Die Ausbildung der Lehrkräfte ist das wichtigste Thema der Bildungspolitik.”

Die Struktur des Monitors Lehrerbildung orientiert sich an wichtigen, für die Qualität relevanten Themen: Ein- und Umstiegsmöglichkeiten im Verlauf des Studiums, frühe und adäquat in den Lehrplan eingebundene Praxisphasen, eine Verzahnung der verschiedenen Ausbildungsphasen, klare Zuständigkeiten in den Hochschulen aber auch die Verankerung der Lehrerbildung im Landesprofil oder die Förderung der Forschung zur Lehrerbildung.

Kritisiert wird häufig, die Lehramtsstudierenden hätten in der Hochschule keine rechte Heimat, weil die internen Strukturen auf die Fachwissenschaften angelegt sind. “Der Monitor zeigt aber, dass die Lehrerbildung in den Unis ein Stück weit aus dem Schattendasein hinter den Fachwissenschaften herausgetreten ist”, so Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE. Über 60 Prozent der befragten Hochschulen haben Zentren für Lehrerbildung mit klaren Zuständigkeiten für die Lehrbildung eingerichtet, an 17 Prozent der Hochschulen gibt es eine so genannte School of Education, welche teilweise noch weitreichendere Kompetenzen besitzt. Jedoch sind nur insgesamt knapp ein Drittel dieser zentralen Einheiten auch für die inhaltliche Gestaltung der Lehrerbildung zuständig; ein Promotionsrecht besitzen nur zwei dieser Einrichtungen. “Es gibt also trotz der vielen positiven Befunde des Monitors Anzeichen, dass einige Hochschulen die Lehrerbildung immer noch halbherzig betreiben”, sagt Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. “Die vielen und seit Jahren unverändert beklagten Probleme bei der Ausbildung junger Lehrer lassen sich nur lösen, wenn die Lehrerbildung in die Mitte der Hochschulen zurückgeholt und von ihnen als Kernaufgabe ernst genommen wird.”

Anzeichen dafür gibt es: Eine deutliche Mehrheit (über 70 Prozent) der befragten Hochschulen ordnet die Lehrerbildung explizit als Verantwortungsbereich der Leitungsebene zu. Jede dritte Hochschule gab an, dass die strategischen Ziele für die Lehrerbildung im Leitbild der Hochschule formuliert sind. In elf Bundesländern ist das Thema Lehrerbildung ein verpflichtender Bestandteil in den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen.

(8.11.2012 | Quelle: CHE)

Website zum Monitor Lehrerbildung

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