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Initiative "Die bewegte Schulpause" zieht Zwischenbilanz

Bereits 120 Grundschulen haben das Bewegungsprogramm seit den Sommerferien 2015 erstmals umgesetzt. Die Initiative "Die bewegte Schulpause" von der Dietrich Grönemeyer Stiftung und Deichmann will Lehrer und Schüler täglich 20 Minuten in Schwung bringen.

“Ich bin beeindruckt, wie viele Schulen mitmachen und wie engagiert die Pädagogen das Thema angehen. Pro Kind kamen so rechnerisch mehr als 1.000 Minuten an zusätzlicher Bewegung zusammen”, zog der Bochumer Arzt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ein erstes Fazit des bundesweiten Pilotprojekts “Die bewegte Schulpause”. “Wir brauchen wieder mehr Bewegung in den Schulen. Bewegung und Lernerfolg gehören zusammen.” Bezogen auf alle Schulen und die teilnehmenden 30.000 Grundschüler hat die Initiative, die vom Schuheinzelhändler Deichmann unterstützt wird, bisher für rund 30 Millionen Minuten zusätzliche sportliche Aktivität gesorgt.

Bewegungspausen machen fitter, konzentrierter und stärken das Selbstvertrauen. Mit ihrem Anliegen, Bewegung und Sport direkt in den Schulalltag zu bringen, greifen die Initiatoren ein aktuelles Thema auf: Denn Kinder haben heute wesentlich weniger Zeit für Sport in der Freizeit, weil sie oft von früh bis spät in der Schule sitzen und danach noch lernen müssen. So lautet eines der Hauptergebnisse des Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts 2015.


Stifter Dietrich Grönemeyer zu Gast in der Berliner Carl-Kraemer-Grundschule
Foto: Deichmann SE

Die Berliner Carl-Kraemer-Grundschule gehört zu den ersten Teilnehmern: “Motorische Defizite und Übergewicht sind bei Kindern heute leider ein großes Thema. Die Schüler haben die Übungen mit großer Begeisterung angenommen. Wir haben zudem beobachtet, dass sie sich danach besser konzentrieren können”, sagt Johannes Wildemann, Sportlehrer an der Grundschule. Auch andere Schulen äußern sich positiv zum Bewegungsprogramm: Für viele ist die Initiative die willkommene Initialzündung, tägliche Bewegungseinheiten fest im Stundenplan zu verankern. Viele Pädagogen betonen zudem das integrative Potenzial der Übungen. In einigen Grundschulen leiten etwa die älteren Kinder die jüngeren an. Auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden Anzahl von Flüchtlingskindern zeige sich einmal mehr: Gemeinsame Bewegung überwinde Sprachbarrieren und schaffe Begegnung.

Im Rahmen der Initiative können die teilnehmenden Schulen auch einen Aktionstag austragen, an dem sie ihr Engagement in Sachen mehr Sport und Bewegung der Öffentlichkeit vorstellen: 67 Grundschulen haben dieses Jahr einen Aktionstag auf die Beine gestellt! Die zehn kreativsten Umsetzungen des Bewegungsprogramms werden von Deichmann mit 500 € für die Schulkasse belohnt. Heute ist Einsendeschluss. Die Journalistin und Moderatorin Monica Lierhaus wird die Initiatoren bei der Prämierung als Jurymitglied unterstützen.

(8.12.2015 | Quelle: Projektbüro “Die bewegte Schulpause”)

Website zur Initiative "Die bewegte Schulpause"

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