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Heinz Sielmann Stiftung übernimmt Flächen des ehemaligen Bombodroms

Das Bundesumweltministerium und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben der Stiftung 4.000 Hektar wertvolle Naturschutzflächen in der Kyritz-Ruppiner Heide. Das Bombodrom bei Wittstock war jahrzehntelang Truppenübungsplatz der Sowjetarmee.

Insgesamt werden in Deutschland 125.000 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen als Nationales Naturerbe ausschließlich für den Naturschutz und damit zur Sicherung der biologischen Vielfalt zur Verfügung stehen.

Der Natur soll großflächig Raum für eigenständige Dynamik und Entwicklung gegeben werden. Dieses Ziel werde in erster Linie mit den großen Truppenübungsplätzen in den neuen Bundesländern verwirklicht. Nach intensiven Verhandlungen unterzeichneten die beteiligten Partner den Vertrag.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bleibt auch nach der Übertragung der Naturerbe-Flächen an die Heinz Sielmann Stiftung Eigentümerin der gesamten rund 12.000 Hektar großen Fläche des ehemaligen Übungsplatzes. Diese Entscheidung wurde insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Belastung durch die vormalige militärische Nutzung getroffen.

Mit der Übergabe an die Stiftung wird die Fläche komplett dem Naturschutz gewidmet. Die Wälder sollen sich nach einer Übergangsfrist für den Waldumbau ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Die Offenlandflächen werden, soweit durch die Hinterlassenschaften der militärischen Nutzung möglich, weiterhin durch Pflege erhalten.

“Obwohl die Fläche auch langfristig nicht frei betreten werden kann, wird sich die Stiftung bemühen, das Naturerleben in der neuen ‘Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide’ an ausgewählten Punkten möglich zu machen”, verspricht Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Vorrangiges Ziel sei es aber, die Fläche in ihrem ökologischen Wert zu erhalten und zu entwickeln.

Um die Nutzung des ehemalige Luft- Boden- und Truppenübungsplatzes Wittstock hatte es nach der Wiedervereinigung lange Streit gegeben. Die Bundeswehr plante, auf dem Gelände unter anderem Bombenabwürfe zu trainieren. Nach massivem Widerstand aus der Bevölkerung und diversen Gerichtsurteilen erklärte das Verteidigungsministerium im Juli 2009 den Verzicht. Das ehemalige “Bombodrom” umfasst rund 12.000 Hektar.

(12.9.2012 | Quelle: Heinz Sielmann Stiftung)

Website der Heinz Sielmann Stiftung

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