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Grundstein für Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum

Die Stiftung unterstützt den Neubau am Universitätsklinikum Heidelberg mit 9 Mio. €. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien von angeborenen Stoffwechselerkrankungen.

Der Neubau für das Stoffwechselzentrum (Grafik: Universitätsklinikum Heidelberg)

Das Universitätsklinikum Heidelberg hat den Grundstein für das “Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum/Analysezentrum III” gelegt. Das dreistöckige Gebäude soll im ersten Quartal 2014 in Betrieb genommen werden. Es ist dem Zentrallabor des Universitätsklinikums benachbart und verfügt über insgesamt rund 2.500 Quadratmeter Nutzfläche. Die Gesamtkosten des Gebäudes liegen bei rund 12,5 Mio. €. Der Neubau bringt auch logistische Vorteile: Erstmals sind alle Labore der klinisch-chemischen/biochemischen Analytik des Klinikums an einem Standort zentral untergebracht.

“Für mich ist es immer sehr eindrucksvoll zu hören, dass es möglich ist, mit wenigen Tropfen Blut bereits am zweiten Lebenstag alle Stoffwechselkrankheiten, die in Deutschland aktuell gescreent werden, innerhalb kürzester Zeit zu diagnostizieren”, sagte Dietmar Hopp anlässlich der Grundsteinlegung. “Damit konnte vielen hundert Familien in den letzten Jahren Leid durch frühzeitige Therapie erspart werden.”

Die Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die frühe Diagnostik und die Erforschung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen am Heidelberger Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Durch die umfangreiche Unterstützung des Neugeborenen-Screenings auf angeborene Stoffwechselerkrankungen konnte bereits vielen Familien mit betroffenen Kindern geholfen werden. Das neue Stoffwechselzentrum kommt zudem der Verbesserung der Situation von Kindern mit seltenen Erkrankungen zugute und knüpft direkt an das Engagement der Stiftung durch die umfangreichen bisherigen Spenden für das Neugeborenen-Screening an.

Das Leistungsprofil und die Forschungsaktivitäten zu angeborenen Stoff-wechselerkrankungen am Universitätsklinikum Heidelberg sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet worden. Durch die engere Zusammenarbeit der bislang getrennten Labore und die Bündelung von Technik und Logistik seien weitere Fortschritte bei Forschung und Diagnostik von angeborenen Stoffwechselerkrankungen zu erwarten. „Die Möglichkeiten des Uniklinikums werden mit dem neuen Gebäude entscheidend verbessert; Kinderklinik und Stoffwechselzentrum können international auf höchstem Niveau arbeiten.“

Im Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum, das von Mitarbeitern des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin unter Leitung des Geschäftsführenden Direktors Professor Dr. Georg Hoffmann betrieben wird, werden künftig Blutproben von rund 150.000 Neugeborenen pro Jahr aus dem In- und Ausland gescreent und über 50.000 Spezialuntersuchungen durchgeführt. Stoffwechselerkrankungen werden wissenschaftlich auf ihre genetischen Grundlagen und Krankheitsmechanismen untersucht sowie neue Therapieoptionen entwickelt. “Die Konstellation ist europaweit einzigartig: Nun können wir Routinediagnostik, Grundlagenforschung und Behandlung unter einem Dachbetreiben“, sagte Professor Hoffmann.

Das Zentrum wird sich zudem maßgeblich an der internationalen Entwicklung von Leitlinien und der Weiterbildung von Ärzten in der pädiatrischen Stoffwechselmedizin sowie dem Aufbau von Registern beteiligen, in dem die Patientendaten gesammelt und ausgewertet werden. “In Heidelberg verfügen wir über eine Expertise und technische Ausstattung, die vor allem durch enge Vernetzung von Forschung und Patientenversorgung gekennzeichnet ist“, so Professor Hoffmann. Dieses Angebot wird von anderen Bundesländern, aber auch von außereuropäischen Staaten wie dem Emirat Katar genutzt, das jährlich die Blutproben von 20.000 Neugeborenen in Heidelberg screenen lässt.

(4.3.2013 | Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg)

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