topad


Akteure & Konzepte

Projekte & Programme

Fundraising im Zeichen des Roten Kreuzes

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gehört wohl zu den Institutionen, denen die Deutschen am meisten vertrauen. Aber auch das DRK ist auf Spendengelder angewiesen – ganz besonders auch für die Arbeit im Ausland.

DRK-Auslandshilfe (Foto: Manfred Blum/DRK)

Flüchtlingshilfe

Aktuell steht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aber auch im Inland im Fokus. Stichwort: Flüchtlingskrise. Unzählige Helfer – nicht nur vom Roten Kreuz – engagieren sich, um den Menschen, die nach Deutschland kommen, zu helfen – so gut es geht.

Doch das „Phänomen“ Migration und Flucht ist kein Neues. „Migration ist schon seit jeher ein zentrales Element der Anpassung des Menschen an gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Herausforderungen und sich verändernde Umweltbedingungen“, so Dr. Johannes Richert, Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaft und Internationale Zusammenarbeit und stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes sowie Geschäftsführer der Rotkreuz-Auslandshilfe Stiftung.

DRK-Auslandshilfe

Ziel der DRK-Auslandshilfe ist es „Menschen weltweit eine stabile Lebensgrundlage zu ermöglichen“, so Richert weiter: „Die Stiftung fördert vor allem Maßnahmen der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit und Projekte, die sich der Stärkung der Resilienz, also der Widerstandsfähigkeit von Menschen in Krisengebieten widmen. Das DRK ist bei Katastrophen da und leistet überlebenswichtige Nothilfe. Wenn es jedoch gelingen soll, über diese Nothilfe hinaus Menschen in Krisenregionen dauerhaft menschenwürdigere Lebensbedingungen und Perspektiven zu eröffnen, dann geht es um jahrelange Hilfe zur Selbsthilfe.“

Fundraising

Auch das DRK kommt nicht ohne Spendengelder aus – vor allem für die kostenintensiven Auslandseinsätze. Zwar lösen große Katastrophen, wie z.B. das Erdbeben in Haiti von 2013 eine große Welle an Solidarität aus, was sich auch in der Spendenbereitschaft widerspiegelt. Doch, wenn die TV-Kameras weg sind, wird es immer schwieriger, die Arbeit vor Ort zu finanzieren.

Um die Arbeit im Ausland besser mit Mitteln zu versorgen, wurde 1984 die Stiftung Rotkreuz-Auslandshilfe ins Leben gerufen. Das Grundkapital lieferte damals der Verkauf des DRK-Hilfsschiffs „Flora“ – immerhin 4 Mio. €. Das DRK setzte solche schwimmenden Krankenhäuser zur medizinischen Hilfe in Krisengebieten ein. Die Stiftung, so Richert, „fördert durch Spenden und Stiftungserträge Projekte, welche an den großen Spendenströmen vorbei gehen“.

Interessierte können die Stiftung mit einer Spende unterstützen. Aber auch Zustiftungen sind möglich. Diese fließen direkt in das Kapital der Stiftung ein und bleiben daher unberührt. Der finanzielle Ertrag des Stiftungskapitals fließt dann in die bestimmten Projekte. Möglich ist aber auch die Gründung einer eigenen Treuhands-, Verbrauchs- oder Familienstiftungen, wie Richert betont.

(06.01.2016 | Quelle: DRK Auslandshilfe-Stiftung)

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Projekte & Programme"