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Friede Springer Stiftung fördert Professur für Unternehmensethik

Zum Wintersemester 2013/14 richtet die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) eine Stiftungsprofessur für Unternehmensethik und Controlling ein. Finanziert wird sie von der Friede Springer Stiftung; Kooperationspartner ist das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE).

Ausgangspunkt der Kooperation ist die geteilte Überzeugung, dass Unternehmensethik gerade im globalen Kontext immer wichtiger wird. Denn bei gesellschaftlichen Herausforderungen, etwa dem sozialen Zusammenhalt, dem demographischen Wandel oder der Klimaerwärmung, stellt sich immer wieder die Frage: Welche Verantwortung tragen die Unternehmen, welche Beiträge können berechtigterweise erwartet werden? Gemeinsames Anliegen ist die Arbeit an solchen Antworten, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch anschlussfähig an die Unternehmenspraxis sind. Damit wollen die Kooperationspartner substanzielle Beiträge zur Versachlichung der Debatten wie auch zur Ausbildung künftiger Entscheidungsträger leisten.

“Bisher finden sich nur wenige Lehrstühle in Deutschland, die Ethik und Wirtschaft erforschen und versuchen, ihre Ergebnisse in die Praxis zu tragen. Daher gibt meine Stiftung die Mittel für eine solche Professur in Halle”, sagte Friede Springer anlässlich der Unterzeichnung in Halle.

Prof. Dr. Christian Tietje, Dekan der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der MLU: “Die Stiftungsprofessur wird essentielle Beiträge leisten, um die geplante Internationalisierung des Lehrangebots weiter voranzutreiben.” Damit verbessern sich die Aussichten, dass die MLU gerade auch im englischsprachigen Ausland weitere attraktive Partneruniversitäten findet.

Auch dem WZGE eröffnet die Kooperation neue Möglichkeiten: “Mit dem Stiftungslehrstuhl können wir unsere Arbeit an alltagstauglicher Ethik ausbauen, die Forschung und Praxis verbindet, heutige und künftige Entscheider zusammenbringt und wechselseitige Lernprozesse fördert”, sagte Dietmar Kokott, Vorstandsvorsitzender des WZGE. “Bewährt hat sich dieser Ansatz bereits beim ‘Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft’, das inzwischen von über 40 führenden Unternehmen und Verbänden unterstützt wird.”

Insgesamt eine Million € stellt die Friede Springer Stiftung für die Professur bereit. Die Finanzierung des geplanten Lehrstuhls erfolgt für zehn Jahre durch Mittel der Stifterin, der Landesregierung, der Universität und der Fakultät. Anschließend erfolgt eine Übernahme in den vorhandenen Stellenbestand der Fakultät.

(6.2.2013 | Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

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