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Else Kröner-Fresenius-Stiftung: Auf der Suche nach den Ursachen des Diabetes

Die Stiftung fördert ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mannheim zur diabetischen Nephropathie. Hinter diesem Fachbegriff verbergen sich chronische Nierenschäden als Folge der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Seit 2004 beschäftigt sich Dr. med. Sibylle Hauske mit diesem Thema, seit 2008 in der Funktion einer Assistenzärztin. In den kommenden zwei Jahren wird sie dabei von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit insgesamt gut 140.000 € gefördert. Die Stiftung will damit dazu beitragen, die Behandlung und Prognose der diabetischen Nephropathie zu verbessern und das Risiko diabetischer Spätkomplikationen zu verringern.

Der Diabetes mellitus ist weltweit die häufigste Stoffwechselstörung und die diabetische Nephropathie die mit Abstand häufigste Ursache für ein dauerhaftes Versagen der Nierenfunktion in der westlichen Welt. Die Erkrankung ist mit viel Leid der Betroffenen verbunden und stellt auch ökonomisch gesehen ein großes Problem dar. Denn die weltweit deutliche Zunahme von Typ-II-Diabetikern führt zu einer immensen Kostenzunahme im Gesundheitswesen.

“Die Therapie des Diabetes mellitus gilt bislang nur der Linderung der Symptome und behandelt nicht deren Ursachen. Das heißt, es gibt bisher keine Behandlung, mit der wir die Entstehung einer diabetischen Nephropathie tatsächlich verhindern können, und auch deren Fortschreiten, bis hin zum dialysepflichtigen Nierenversagen, können wir nur unzureichend verzögern”, so Dr. Hauske. Für die Betroffenen und die Solidargemeinschaft besteht deshalb die dringende Notwendigkeit, neue Therapieoptionen dieser Erkrankung zu ergründen. Wie wichtig dieses Forschungsthema aktuell ist, zeigt auch eine Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Dr. Hauske bereits 2011 zu diesem Thema erhalten hat.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von Else Kröner gegründet. Sie starb 1988 und hat der Stiftung testamentarisch ihr gesamtes Vermögen vermacht. Die Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt darüber hinaus auch medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zählt heute zu den größten Stiftungen in Deutschland. Bis heute hat die Stiftung rund 1.100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 150 Mio. € gefördert.

(14.2.2013 | Quelle: Universitätsmedizin Mannheim)

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