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Trauer um Stifter Armin Schram

Der Chemiker verstarb am 13. Januar 2015 im Alter von 85 Jahren in St. Gilgen. Seine Faszination für die Leistungen des menschlichen Gehirns bewegte Schram dazu, im Jahr 2000 die Schram-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Neurowissenschaften ins Leben zu rufen.

Dr. Armin Schram (Foto: DSZ)

Nach dem Abschluss seines Chemiestudiums an der Technischen Hochschule in Wien trat der gebürtige Österreicher 1953 in die damalige Deutsche Erdöl Aktiengesellschaft ein. Seit 1968 gehörte er dem Vorstand der Gesellschaft an, die ab 1970 als Deutsche Texaco AG firmierte.

In den 1970er-Jahren wurde er für zwei Jahre zur Muttergesellschaft in die USA berufen, wo er als General Manager International Refining tätig war. Ab 1979 führte er den Vorsitz des Vorstandes der Deutschen Texaco AG, die 1988 an die RWE AG veräußert und zur Führungsgesellschaft für die Mineralöl- und Chemieaktivitäten der RWE wurde.

Seine aktive Berufslaufbahn beendete Schram 1993 als Vorstandsvorsitzender der RWE-DEA und als Vorstandsmitglied der RWE AG.

Im Jahr 2000 errichtete er unter dem Dach des Stifterverbandes die Schram-Stiftung. “Die Hirnforschung fasziniert mich. Das menschliche Gehirn ist ein Wunderwerk der Natur, es ist die Spitzenleistung der Schöpfung”, beschrieb er sein besonderes Interesse für das menschliche Gehirn, das die Ausrichtung seiner Stiftung bestimmte.

Ohne Kenntnis der molekularen Vorgänge im Gehirn ist ein volles Verständnis seiner Komplexität und spezifischen Leistungen nicht möglich. Vor diesem Hintergrund war Dr. Armin Schram die Förderung der Grundlagenforschung besonders wichtig. Bislang hat seine Stiftung 19 entsprechende Projekte im Bereich der Hirnforschung gefördert. Die außerdem von der Stiftung ins Leben gerufene Fachtagung “Schram-Symposium” findet 2015 bereits zum vierten Mal statt.

Alle Stiftungsprojekte begleitete Dr. Armin Schram mit hohem persönlichen Engagement, großem Sachverstand und ansteckender Begeisterung. Der unmittelbare Bezug zu den Projekten sowie der persönliche Austausch mit den geförderten Wissenschaftlern waren Dr. Armin Schram sehr wichtig.

(16.1.2015 | Quelle: DSZ – Deutsches Stiftungszentrum)

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