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Trauer um Nürnberger Mäzenin Friedl Schöller

Wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag ist Friedl Schöller am 19. Februar 2014 gestorben. Sie hatte das gemeinsam mit ihrem 2004 verstorbenen Ehemann Theo Schöller begonnene Mäzenatentum mittels der Schöller-Stiftungen fortgeführt.

Insbesondere setzte sie neben der großzügigen Unterstützung von medizinischen Projekten in der Bildung gewichtige Akzente. Bis zu ihrem Tod kümmerte sie sich als Vorsitzende um die Stiftungen zur Förderung der Medizin, der Wissenschaft, Bildung und Kultur, die sie mit ihrem Mann gegründet hatte.

Allein den im Januar 2013 eingeweihten Neubau Ost des Klinikums Nord unterstützte die Theo und Friedl Schöller-Stiftung mit 3 Mio. €. Dank der Stiftung konnte vieles im neuen Gebäude verwirklicht werden, was sonst nicht möglich gewesen wäre. Das Haus trägt nun auch den Namen Dr. h.c. Theo Schöller-Haus. Insgesamt wurden das Zentrum für Altersmedizin und das Schöller-Haus von der Stiftung mit insgesamt 5,8 Mio. € gefördert.

Friedl Schöller, geboren am 26. Februar 1924 in Nürnberg, trat nach dem Besuch der Höheren Handelsschule als Kontoristin in das von ihrem späteren Ehemann Theo Schöller in Nürnberg gegründete Lebensmittelunternehmen ein. Zunächst im Sekretariat der Geschäftsleitung beschäftigt, übernahm sie bald die Leitung der Hauptbuchhaltung und dann die Finanzbuchhaltung. In der Nachkriegszeit wurde sie für Theo Schöller zur wichtigsten Mitarbeiterin. Nach der Heirat mit dem Unternehmer nahm Friedl Schöller ab 1968 weitere verantwortungsvolle Aufgaben wahr und bewies an der Seite des erfolgreichen Produzenten von Speiseeis, Lebkuchen und Tiefkühlkost ihr unternehmerisches Geschick.

1988 rief das Ehepaar die gemeinnützige Theo und Friedl Schöller- Stiftung ins Leben, die dank der großzügigen finanziellen Ausstattung zu den großen Unternehmensstiftungen inn Deutschland zählt. Eine Förderstiftung und eine Familienstiftung folgten. In allen drei Stiftungen führte Friedl Schöller bis zuletzt den Vorsitz.

Über die Stiftungen wurden zahlreiche Projekte gefördert. Das Klinikum Nürnberg wird seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt. Bedeutende Beiträge wurden für die Einrichtung der Herzchirurgie im Klinikum Süd sowie die Ausstattung der Urologie und der Gastroenterologie im Klinikum Nord geleistet.

(21.2.2014 | Quelle: Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg)

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