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Susanne Morsch in den Vorstand der Stefan-Morsch-Stiftung gewählt

Das Kuratorium der Stefan-Morsch-Stiftung hat die Leiterin der Spenderdatei und des Internationalen Suchzentrums der Stiftung in den Vorstand der Birkenfelder Hilfsorganisation berufen.

Susanne Morsch (Foto: Stefan-Morsch-Stiftung)

Susanne Morsch, Sozialwirtin und Certified Hematopoietic Transplant Coordinator (CHTC), ist seit 2003 in der Stiftung. Sie leitet die erste deutsche Spenderdatei und das Internationale Suchzentrum, das weltweit nach passenden Spendern für Patienten der russischen Transplantationszentren in Moskau und St. Petersburg und Jordanien sucht.

Zudem ist die 37-Jährige Vorsitzende der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD), einem Zusammenschluss von fast 30 Spenderdateien in Deutschland. Außerdem gehört sie der World Marrow Donor Association (WMDA) sowie der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EMBT) an – beides Organisationen, die sich um einen internationalen Erfahrungsaustausch, die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Stammzellspende und Stammzelltransplantation zum Wohl der Patienten bemühen.

Diese Erfahrungen bringt sie künftig auch in die Vorstandsarbeit der Stiftung mit ein und tritt damit an die Seite ihres Vaters, der sich in den vergangenen Jahrzehnten stets dafür stark machte, die Datei aufzubauen und den Leukämie- und Tumorkranken sowie ihren Familien praktische und schnelle Hilfe zu gewähren. So hat die Stefan-Morsch-Stiftung etwa sehr früh für ein Zentrales Knochenmarkspender-Register plädiert und den Aufbau des ZKRD in Ulm gefördert. Dort laufen heute die Daten aller 30 mittlerweile in Deutschland agierenden Spenderdateien zusammen, um die weltweite Suche nach Spendern effizient bearbeiten zu können. Weiterhin wurden mit dem Knowhow und der finanziellen Hilfe der Stefan-Morsch-Stiftung auch verschiedenste Transplantationskliniken zunächst in Idar-Oberstein, mittlerweile aber auch in Berlin (1999) und Flensburg (2011) im Aufbau unterstützt, um die Wartezeiten auf eine Stammzelltransplantation zu verkürzen.

Zugleich wurden Emil Morsch, Gründer der Stiftung, in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und Rainer Schell als sein Stellvertreter für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Das Aufsichtsgremium der stellte damit die Weichen für die zukünftige Entwicklung der Stiftung.

Seit 1986 ist die Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld eine der führenden Stammzellspender-Dateien Deutschlands. Neben der Suche nach Menschen, die sich in das Register aufnehmen lassen, widmet sich die Hilfsorganisation auch der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Leukämie. Stefan Morsch selbst hatte die Idee, in Deutschland eine Datei zu gründen, die Stammzellspender sucht und registriert. Denn die Transplantation von Blutstammzellen als Therapie für Leukämiepatienten steckte noch in den Kinderschuhen. Seine Eltern, Hiltrud und Emil Morsch, gründeten am 27. Januar 1986 die Stiftung zur Hilfe für Leukämiekranke. Ziel war und ist der Auf- und Ausbau einer nationalen Datei für Knochenmarkspender. Gleichzeitig steht aber die schnelle und unkomplizierte Hilfe für die Leukämie-Patienten und ihrer Familien immer im Vordergrund. Seit Bestehen haben sich mehr als eine halbe Million Menschen bei der Stammzellspenderdatei registrieren lassen.

(22.12.2012 | Quelle: Stefan-Morsch-Stiftung)

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