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Stifter Johann Lehner gestorben

Johann Lehner, Gründer der von der Stadt Nürnberg verwalteteten Johann und Liselotte Lehner-Stiftung, starb am 7. April 2013 im Alter von 90 Jahren.

2001 hatte Johann Lehner die Stiftung ins Leben gerufen, die gegenwärtig ein Vermögen von 1,3 Mio. € ausweist. Zweck der Stiftung ist die Ausbildungsförderung junger, strebsamer Menschen in Nürnberg. Lehner hat testamentarisch bestimmt, dass sein Nachlass in die Stiftung einfließen soll. Eine Ausnahme stellt sein künstlerischer Nachlass dar, der nicht in die Stiftung eingeht, sondern der Stadt Nürnberg zur Verfügung gestellt wird. “Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen haben sie sich dazu entschlossen, ihr Vermögen zum Nutzen junger Menschen einzusetzen”, würdigt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly das Wirken des Verstorbenen.

Johann Lehner wurde am 12. September 1922 geboren. Nach abgeschlossener Werkzeugmacherlehre erreichte er durch den Besuch von Abendschulen, Technikerschule und weiteren Semestern an der Hochschule mit einer technisch-betriebswirtschaftlichen Ausbildung sein Berufsziel als Ingenieur. Drei Jahrzehnte lang war er als beratender Ingenieur auf dem Gebiet der Zerspannungs- und Schleiftechnik tätig. Den Stiftungs-Zweck hatte Johann Lehner mit seiner Frau Liselotte, die 1998, noch vor der Stiftungsgründung verstorben war, bereits Anfang der 1990er-Jahre festgelegt. Der Grundgedanke zur Errichtung einer Stiftung geht zurück auf die eigene Jugendzeit, wo es viele intelligente junge Menschen gab, die aber nicht die finanziellen Möglichkeiten für eine höhere Ausbildung hatten.

Johann Lehner übte neben seinem Beruf auch andere Tätigkeiten sehr erfolgreich aus. Von Jugend an der Malerei zugewandt, schuf er Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder, deren Motive er oft in seiner fränkischen Heimat fand. Sein ausgezeichnetes Talent konnte er in vielen Ausstellungen im In- und Ausland präsentieren; so war er auch bei einem Wettbewerb fränkischer Künstler zum Dürer-Jahr 1971 erfolgreich.

(10.4.2013 | Quelle: Stadt Nürnberg)

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