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Neue Strukturen und Vorstände bei der Stiftung Menschen für Menschen

Die beiden bisherigen Geschäftsführer der Äthiopienhilfe in Deutschland, Peter Renner und Dr. Peter Schaumberger, werden in den Vorstand der Stiftung berufen und dort künftig als hauptamtlich tätig sein.

Damit besteht der Vorstand der Stiftung nun aus drei Mitgliedern: Dr. Peter Schaumberger, Peter Renner und Dr. Martin Hintermayer, der dem Vorstand der Stiftung bereits seit 2004 angehört. Das bisherige Vorstandsmitglied Dr. Peter Hanser-Strecker wechselt in den Stiftungsrat. Almaz Böhm wird künftig als Schirmherrin der Stiftung verstärkt repräsentative Aufgaben wahrnehmen.

Die beiden neuen Vorstände bringen umfangreiche Führungserfahrung aus international ausgerichteten gemeinnützigen Organisationen mit. Während der 54-jährige Politikwissenschaftler Peter Renner insbesondere die Projektarbeit in Äthiopien verantwortet, wird der Agrarökonom Dr. Peter Schaumberger (51) die Organisation und die Abläufe der Stiftung neu organisieren. Peter Schaumberger: “Wir wollen die Organisation noch effizienter gestalten und nach modernen Managementregeln ausrichten.”

Bereits im vergangenen Jahr begann Menschen für Menschen in Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung (Wieselhuber & Partner, München) mit der Überprüfung der Strukturen und Prozesse der gesamten Organisation. Die schrittweise Reorganisation folgt dabei dem Ziel, den Übergang von einer historisch gewachsenen, gründergeführten Institution zu einer managementgeführten Hilfsorganisation zu vollziehen.

Auch in der äthiopischen Landeszentrale gibt es Veränderungen. Einzelne Fachbereiche wurden neu organisiert und bestehende Strukturen und Abläufe verbessert, sowie enger mit der Stiftung in Deutschland vernetzt. Im Zuge dieser Restrukturierung kam es in Äthiopien auch zu personellen Veränderungen, insbesondere im Führungsbereich. So hat sich die Stiftung von zwei leitenden Mitarbeitern getrennt und neue Führungskräfte berufen. Insgesamt bleibt die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Äthiopien jedoch nahezu gleich. Derzeit arbeiten dort über 700 Personen für Menschen für Menschen.

Die Modernisierung der internen Strukturen umfasst auch die Einführung neuer effizienterer IT-Systeme, die insbesondere die Zusammenarbeit der europäischen und äthiopischen Büros erleichtert. Die Implementierung eines neuen Buchhaltungssystems sorgt für eine weitere bessere Vernetzung und für noch mehr Transparenz beim Einsatz der Spendengelder.

Im Zuge der Reorganisation kommt es auch zu Veränderungen in der Zusammenarbeit zwischen den Geberländern Österreich, Deutschland und der Schweiz. Während die Schweizer Stiftung künftig in Äthiopien selbständig eigene Projekte durchführen wird, werden der österreichische Verein und die deutsche Stiftung weiterhin gemeinsam die Projektarbeit in den von den jeweiligen Ländern finanzierten Gebieten umsetzen.

Bei der Konzeption und der Umsetzung der Maßnahmen wird Menschen für Menschen seit 2013 von einem Compliance-Beauftragten unterstützt, der unter anderem die Ausschreibungs- und Arbeitsprozesse überprüft hat und auch weiterhin überprüfen wird.

(15.7.2014 | Quelle: Stiftung Menschen für Menschen)

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