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Berthold Beitz tot

Der Vorsitzende des Kratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist am 30. Juli 2013 im Alter von 99 Jahren verstorben.

Foto: Bundesverband Deutscher Stiftungen

Berhold Beitz hat die Entwicklung von Krupp seit den 1950er-Jahren entscheidend beeinflusst. Gemeinsam mit Alfried Krupp von Bohlen und Halbach führte er die Firma in den 1950er-Jahren zum umsatzstärksten Unternehmen in der Bundesrepublik. Beitz setzte Zeichen für die Aussöhnung mit den Staaten Osteuropas und Israel und genoss dort hohes Ansehen.

Ganz entscheidenden Anteil hatte Berthold Beitz an der Umwandlung der Firma Krupp in eine Kapitalgesellschaft. Alfried Krupp hatte geplant, nach seinem Tod sein gesamtes Vermögen in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen, die alleinige Gesellschafterin einer neu zu gründenden Kapitalgesellschaft sein sollte. Beitz bewegte Krupps einzigen Sohn Arndt zum Verzicht auf dessen Erbe. Damit war der Weg frei für die neue Konstruktion für das Traditionsunternehmen.

Am 1. Januar 1968 nahm die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als hundertprozentige Gesellschafterin der Fried. Krupp GmbH ihre Tätigkeit auf. Von diesem Zeitpunkt an bis zu seinem Tod war Berthold Beitz Vorsitzender und geschäftsführendes Mitglied des Kuratoriums der Stiftung. Sie hat in ihren fünf Satzungsbereichen Wissenschaft in Forschung und Lehre, Erziehungs- und Bildungswesen, Gesundheitswesen, Sport sowie Literatur, Musik und bildende Kunst über die Jahrzehnte hinweg mit mehr als 625 Mio. € Projekte im In- und Ausland gefördert. Beitz habe “die Stiftung im Sinne von Alfried Krupp gelebt”, erklärte Reimar Lüst, stelvertretender Vorsitzender des Kuratoriums.

Mit der Gründung der Kulturstiftung Ruhr, deren Vorstandsvorsitzender er war, schuf Beitz 1984 eine Grundlage für die Schärfung des kulturellen Profils des Ruhrgebiets. Für sein Lebenswertk als Unternehmer und für sein humanitäres Wirken wurde er mit zahlreichen internationalen Ehrungen gewürdigt. “Sein großartiges Engagement für das Stiftungswesen, für Wissenschaft und Kunst wird an vielen Orten nachhaltig in Erinnerung bleiben“, sagte Wilhelm Krull, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

(31.7.2013 | Quelle: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung/Bundesverband Deutscher Stiftungen)

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