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Marion Bless, Vorstand der LOTTO-Stiftung Berlin

Dr. Marion Bleß, Vorstand der LOTTO-Stiftung Berlin, berichtet im Gespräch mit der Redaktion von S&S über Stiftungsaktivitäten sowie über die Gradwanderung, Suchtpotenzial besitzendes Glücksspiel mit der Förderung des guten Zweckes zu verbinden.

S&S: Frau Dr. Bleß, bei dem Wort „LOTTO“ denken die meisten Menschen als erstes an privates Glücksspiel und den Wunsch vieler Menschen, einmal im Leben den Jackpot zu knacken. Was aber hat LOTTO mit dem Gemeinwohl zu tun?

Bleß: Sehr viel – denn jeder Spieleinsatz beim LOTTO ist zugleich ein Gewinn für das Gemeinwohl: Mindestens 20 Cent je eingesetztem LOTTO-Euro in Berlin gehen in die LOTTO-Stiftung. Dazu der gesamte Bilanzgewinn. Und dann kommt noch eine Lotteriesteuer in Höhe von 16,6 % dazu. Das sind insgesamt etwa 40 % Abgaben an das Gemeinwohl. Allein im letzten Jahr kamen auf diese Weise 2,85 Mrd. € deutschlandweit zusammen.

S&S: Sie sind einer von zwei Vorständen der Deutschen Klassenlotterie Berlin und in Personalunion der zugehörigen Stiftung, kurz LOTTO-Stiftung Berlin, einer im Jahre 1974 errichteten rechtsfähigen Stiftung des öffentlichen Rechts. Was soll mit der Stiftung erreicht werden?

Bleß: LOTTO Berlin und die Stiftung haben ein eigenes Gesetz. Hiernach ist die Aufgabe der Stiftung, die Einnahmen von LOTTO zu verwalten und zu verteilen. Wir sind also das Bindeglied zwischen Lotterie und gemeinnütziger Verteilung der Gelder.

S&S: Warum hat Berlin – als einziges Land – für die Förderung gemeinnütziger Zwecke aus den Überschüssen des Lotteriegeschäfts eine Stiftung errichtet?

Bleß: Man wollte hier bewusst einen eigenen Weg gehen, um eine gewisse Flexibilität der Mittel zu erhalten. Man kann ja nicht alles in einem Doppelhaushalt für zwei Jahre vorausplanen. Der LOTTO-Stiftung ist es möglich einzuspringen, wenn zum Beispiel ein Projekt dringlich ist, die dafür erforderlichen Mittel aber im Berliner Haushalt nicht etatisiert sind.

S&S: In den anderen Ländern sind die landeseigenen Lotteriegesellschaften für die Vergabe der Mittel an gemeinnützige Projekte direkt zuständig. Bedeutet die Zwischenschaltung einer Stiftung nicht einfach nur zusätzliche Kosten? Was ist am Berliner Konzept im Vergleich zur LOTTO-Praxis in den anderen Ländern vorzugswürdig?

Bleß: In den anderen Bundesländern fließen die LOTTO-Gelder in den staatlichen Haushalt, während sie in Berlin der Stiftung und damit konkreten Projekten zugutekommen. Unabhängig von politischen Interessenlagen ist gesetzlich festgelegt, wofür die LOTTO-Gelder eingesetzt werden können. Dabei ist es jedem möglich, einen Antrag auf Förderung zu stellen, sofern es sich um ein gemeinwohlorientiertes Projekt für Berlin handelt. Darüber hinaus sind wir eine schlanke Institution, welche mit kurzen Wegen und kleinem Personalkörper die Prüfung von über 250 neuen Anträgen jährlich übernimmt. Arbeit, die in jedem Fall erledigt werden muss – egal, ob es eine Stiftung gibt oder das Geld über den Haushalt ausgeschüttet wird.

S&S: Welche Einnahmen stehen der Stiftung zur Verfügung, insbesondere eben solche aus dem staatlichen Lotteriegeschäft?

Bleß: Aus der Zweckabgabe von LOTTO Berlin standen im letzten Jahr über 53,1 Mio. € zur Verfügung. Hinzu kommt die Zuführung des Bilanzgewinns, das waren über 5,5 Mio. €.

S&S: Nach welchem Mechanismus werden die Mittel verteilt?

Bleß: Die Förderanträge der Institutionen – und bei kulturellen Projekten gelegentlich auch der Privatpersonen – werden zuerst von den Mitarbeitern der LOTTO-Stiftung gesichtet, formal geprüft und nach den Förderzwecken sortiert. Anhand einer Beratungsliste entscheidet der Stiftungsrat schließlich mit einfacher Mehrheit über die Zuwendungen. Gutachten aus den Fachverwaltungen haben dabei einen empfehlenden Charakter. Nach erfolgter Projektfinanzierung überprüfen Revisionsmitarbeiter von LOTTO wiederum die korrekte Mittelverwendung.

S&S: Und für welche Zweckbereiche verwendet die LOTTOStiftung ihre Mittel?

Bleß: Die LOTTO-Stiftung fördert Projekte aus den Themenbereichen Jugend, Sport und Kultur sowie soziale und karitative Zwecke und den Umweltschutz. Dabei sind 50 % der Zweckabgabe jeweils zu gleichen Teilen für Sport- und Jugendförderung aufzuwenden.

S&S: Können Sie einige Beispiele nennen?

Bleß: Was die LOTTO-Stiftung vermag, haben wir im Jahr 2016 besonders eindrucksvoll gezeigt: Da drohte die Versteigerung eines Spätwerkes des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner in den USA. Wir konnten die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, um das Gemälde anzukaufen und damit für Berlin zu retten.

S&S: Gibt es ein Förderprojekt, das Sie besonders beeindruckt hat?

Bleß: Da fallen mir sofort zwei Förderungen ein: Zum einen hat die LOTTO-Stiftung den dauerhaften Ankauf von drei für die IGA in Berlin Marzahn geschaffenen Kunstwerken ermöglicht. Diese Kunstwerke haben im Kontext des Ortes, für den sie geschaffen wurden, weiterhin Bestand. Zudem wurde dieses Jahr durch unsere Förderung das Urban Nation Museum eröffnet. Damit ist Berlin übrigens auch um eine Landmarke reicher geworden, denn unzählige Berliner und Berlin-Besucher fahren mit der U2 täglich an der eindrucksvoll gestalteten Außenfassade vorbei.

S&S: Gelegentlich wird Kritik an der Vergabepraxis der staatlichen Lotteriegesellschaften und auch an der LOTTO-Stiftung Berlin laut, bei der mitunter persönliche oder politische Interessen der Verantwortlichen ausschlaggebend seien. Sogar von einem „Schattenhaushalt“ ohne parlamentarische Kontrolle ist gelegentlich die Rede. Wie stehen Sie zu dieser Kritik?

Bleß: Ich glaube, es gibt kaum eine gemeinnützige Organisation, die dermaßen transparent und kontrolliert in ihren Zuwendungen ist wie die LOTTO-Stiftung. Quartalsmäßig geht ein Bericht über unsere Tätigkeit an das Abgeordnetenhaus; sämtliche geförderte Projekte werden zudem über Pressemitteilungen veröffentlicht, die für alle online abrufbar sind. Jeder kann einen Antrag stellen, sofern dieser gemeinnützig ist. Alles ist also offen zugänglich. Nicht selten ist es einfach die jeweilige Oppositions-Partei, die Kritik an der Stiftung übt.

S&S: Aber warum entscheidet ein exklusives, sechsköpfiges Gremium über die LOTTO-Millionen Berlins? Wäre eine Verteilung durch das Abgeordnetenhaus nicht legitimer? Oder eine Entscheidung durch ein Gremium, besetzt aus Vertretern gesellschaftlicher Gruppen oder Fachleuten aus den Förderbereichen der Stiftung?

Bleß: Exklusiv ist sicherlich niemand im Stiftungsrat. Er besteht aus drei vom Abgeordnetenhaus gewählten und drei vom Senat bestellten Mitgliedern; diese gehen quer durch die Parteien und sind demokratisch legitimiert. Sie werden für jede Wahlperiode des Abgeordnetenhauses neu bestimmt. Die von Ihnen angesprochenen Experten nehmen über Gutachten und Empfehlungen Einfluss auf den Auswahlprozess. Auf diese Weise wirken sowohl der Wählerwille als auch die Experten auf die Mittelvergabe ein. Und wie schon vorher gesagt: Einen Antrag für die Finanzierung von gemeinnützigen Projekten kann bei der LOTTO-Stiftung jeder stellen – so etwas gibt es bei Haushaltsmitteln nicht.

S&S: Auch die Höhe der Gehälter der Manager in den Lottogesellschaften geraten immer wieder in den kritischen Blick. Es wird von „Sonnenkönigen“ gesprochen oder ein Vergleich mit einem „Selbstbedienungsladen im Schatten des staatlich geschützten LOTTO-Monopols“ gesprochen. Können Sie die Besorgnis angesichts des gemeinnützigen Auftrags verstehen?

Bleß: Besorgnis ist immer verständlich, wenn es um so hohe Summen geht, wie durch die LOTTO-Stiftung verwaltet. Jedoch ist sie nicht begründet, denn die Bezüge unserer Manager werden im Jahresbericht veröffentlicht. Wir sind auch hier in jeder Hinsicht transparent und stellen uns gerne der öffentlichen Kontrolle.

S&S: Vom Hamburger LOTTO-Geschäftsführer und Vorsitzenden des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB), Torsten Meinberg, stammt die Aussage: „LOTTO ist das sozialste Glücksspiel überhaupt. Das wissen die Leute zu schätzen.“ Was meinen Sie, wie viele Menschen tatsächlich des guten Zwecks wegen LOTTO spielen?

Bleß: Natürlich steht die persönliche Gewinnerwartung im Vordergrund. Aber was das staatliche LOTTO von privaten Anbietern, die sich im Grau- oder Schwarzmarkt des Internets tummeln, unterscheidet, ist eben die Gemeinnützigkeit. Der gesamte Gewinn des Unternehmens fließt an die Gesellschaft zurück. Und das ist gut so, denn Gewinne aus Glücksspiel gehören meiner Ansicht nach nicht in private Schatullen. Genau dies wissen die LOTTO-Spieler und -Spielerinnen immer mehr zu schätzen. Dies bestätigen auch aktuelle Marktforschungsergebnisse.

S&S: Werben Sie offensiv für die guten Zwecke?

Bleß: Da der Spielerschutz bei LOTTO ein wichtiger Baustein ist, werben wir nicht zu offensiv – auch nicht für die guten Zwecke. Aber über Projekte von besonderer Bedeutung informieren wir schon öffentlichkeitswirksam. Das Ganze zu möglichst geringen Kosten, denn wir wollen unser Geld vor allem in die Förderungen stecken.

S&S: Aber ist es nicht problematisch, das Glücksspiel mit der Förderung der guten Sache zu verbinden und so zu fördern?

Bleß: Wir haben ja auch den gesetzlichen Auftrag, Spieler von einem suchtgefährlichen oder illegalen Spiel hin zum staatlich kontrollierten LOTTO zu lenken. Hier kann auch der Hinweis auf die gute Sache ein zielführender Baustein in der Kommunikation sein.

S&S: Dürfen auch andere Organisationen eigene Lotterien veranstalten, um Mittel für gemeinnützige Zwecke zu erwirtschaften? Welche Voraussetzungen sind gegebenenfalls zu erfüllen?

Bleß: Nein, denn auf klassische Lotterien gibt es ein staatliches Monopol. Das klingt vielleicht etwas „unmodern“, ist aber sehr sinnvoll, denn Glücksspiel ist kein Wirtschaftsgut wie jedes andere. Hier gibt es fast keinen Wareneinsatz. Und deshalb ist es wichtig, dass das eingenommene Geld der Gesellschaft wieder zufließt. Eine Ausnahme bildet die sogenannte „Soziallotterie“, auf die es zwar kein staatliche Monopol gibt, die für private Anbieter wegen der geringen Gewinnausschüttung und dem „Nonprofit“-Charakter aber wenig interessant ist.

S&S: Das staatliche Glücksspielmonopol wird durch die Länder ausgeübt. Teilweise profitieren davon auch gemeinnützige Stiftungen, wie die NRW-Stiftung durch die Glücksspielprodukte von Westlotto, insbesondere die Rubbellose. Nicht nur private Lotterieanbieter, sondern auch die EU fordert nun die Öffnung des deutschen Glücksspielmarktes. Wie stehen Sie zum staatlichen Monopol und wie sehen Sie die weitere Entwicklung?

Bleß: Auch die EU ermöglicht den Mitgliedstaaten den Erhalt des Glücksspielmonopols. Es muss nur kohärent sein. Und das ist es nicht, solange sich private und illegale Anbieter ohne Lizenz der staatlichen Kontrolle entziehen – während der Monopolist teilweise überreguliert wird. Das ist ein wenig so, als wenn jemand bei Rot über die Ampel fährt, aber nicht belangt wird, weil er keinen Führerschein besitzt. Bei dem Fahrer mit Führerschein wird dagegen akribisch darauf geachtet, dass er auf keinen Fall bei Gelb fährt. Deshalb ist es wichtig, den Vollzug gegen das illegale Glücksspiel, das dem gemeinwohlorientierten Glücksspiel die Mittel entzieht, zu stärken.

S&S: Ein Ziel des Monopols ist die Suchtprävention und -bekämpfung. Wie muss man sich die praktische Umsetzung dieses Ziels, die geforderten Sozialkonzepte vorstellen?

Bleß: Der Deutsche Lotto- und Totoblock arbeitet hierzu umfassend mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammen. Das beginnt beim Online-Selbsttest, geht über umfassende Beratungsangebote zur regelmäßigen Evaluation durch die Bundeszentrale bis hin zum Extremfall der Spielersperre.

S&S: Aus den LOTTO-Einnahmen wird ja auch jährlich ein mittlerer sechsstelliger Betrag für Zwecke der Suchtforschung und Suchtprävention verwendet. Ist das nicht geradezu paradox, einerseits eine Möglichkeit für das Glücksspiel zu schaffen und seine Grundlagen andererseits zu bekämpfen?

Bleß: Nur auf den ersten Blick. Wir nutzen das seriöse staatliche Glücksspiel ja gerade dazu, die Sucht einzudämmen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Der menschliche Spieltrieb ist an sich ja nichts Schlechtes. LOTTO bietet hier eine sinnvolle und gemäßigte Alternative zum gefährlichen Glücksspiel, welches in der Tat zu bekämpfen ist.

S&S: Wäre es interessant, Suchterscheinungen durch Gamification-Projekte zu bekämpfen, also durch die Anwendung von Prinzipien und Mechaniken des Spiels auf spielfremde Anwendungen und Prozesse, um die Teilnehmer zu animieren, ihre Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit zu verstärken und so Erfolge für körperliche und geistige Gesundheit oder Bildung zu erreichen?

Bleß: Aus meiner Sicht ja. So wie mehr und mehr Unternehmen Computerspiele zu Schulungszwecken ihrer Mitarbeiter verwenden, so könnte man das auch für andere Lebensbereiche wie die Suchtprävention nutzen.

S&S: Unter anderem der hessische Innenminister Peter Beuth forderte eine erneute Anpassung des Glücksspielstaatsvertrages, denn mit der letzten Fassung sei weder die Suchtkontrolle noch die Bekämpfung des Schwarzmarktes oder der Jugend- und Spielerschutz ansatzweise umgesetzt worden. Studien zeigen, dass die Zahl der Spielsüchtigen gestiegen ist und auch der Marktanteil illegaler Lotterieanbieter zunimmt. Denken Sie, dass die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages durch eine Neufassung zukünftig besser erreicht werden können?

Bleß: Auch der jetzige Staatsvertrag ist dazu geeignet, die gleichrangingen Ziele des „Spielerschutzes“ und der sogenannten „Kanalisierung“ weg vom gefährlichen Glücksspiel zielgerichtet zu verfolgen. Bei einer Neufassung müssen die Interessen aller 16 Bundesländer unter einen Hut gebracht werden, was nur in einem Kompromiss gelingen kann. Insofern sind Äußerungen von Politikern so zu bewerten, dass sie die jeweilige Position des einzelnen Bundeslandes stärken sollen.

S&S: Was sind eigentlich „schwarze Lotterien“?

Bleß: Schwarze Lotterien sind Internetanbieter, die staatlichen Lotterien zum Verwechseln ähnlich sehen und sie gezielt nachahmen. Jedoch spielt der gutgläubige Bürger nicht beim originalen LOTTO, sondern gibt in Wirklichkeit bei einem privaten Anbieter eine Wette auf den Ausgang der Lottoziehung ab. Die Gewinnauszahlung ist dabei nicht garantiert. Es werden weder die LOTTO-Pflichtabgaben noch die Lotteriesteuer abgeführt. Der Gewinn landet vollständig in den Taschen der Geschäftemacher, die meist im Ausland sitzen. Den Verbraucher hiervor zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe der Glücksspielaufsicht, aber auch der Landesmedienanstalten.

S&S: Zuletzt die Frage, ob und inwieweit das LOTTO heute überhaupt noch zeitgemäß ist und ob es nicht auch ohne sein Monopol bestehen könnte. Weil mehr online gelesen und weniger geraucht wird und die Mieten bis ins Unauskömmliche wachsen, fallen immer mehr Kioske weg, so dass der zentrale Vertriebskanal für Lotterien in Gefahr ist. Allerdings ist die Zielgruppe von LOTTO weiterhin sehr terrestrisch ausgerichtet, also an den Vertrieb vor Ort gebunden und mit Online-Angeboten nur eingeschränkt zu gewinnen. Also: Wie bewerten Sie die Zukunft des LOTTO allgemein – und damit die Entwicklung der Stiftung?

Bleß: Wenn wir über Berlin sprechen, dann haben wir mit den Berliner Kiosken eine ganz besondere Kiezkultur. Damit ist der klassische Vertriebsweg in Berlin stabil aufgestellt. Darüber hinaus kann man LOTTO terrestrisch ja auch längst woanders spielen: in Tankstellen oder Getränkeshops zum Beispiel. Zudem ist LOTTO mittlerweile auch über unseren Onlineauftritt spielbar, sogar mobil per App. So können wir auch besser über die gemeinnützigen Zwecke von LOTTO informieren und die Verifizierung von Alter und Sperreinträgen sicherer vornehmen.

S&S: Frau Dr. Bleß, spielen Sie selbst LOTTO? Was würden Sie mit Ihrem Gewinn tun? Eine Stiftung errichten?

Bleß: Selbstverständlich spiele ich LOTTO. Erstens weil ich hinter der gute Sache stehe und zweitens weil es unbedenklich ist. LOTTO ist so zuverlässig und sicher, dass alle Mitarbeiter mitspielen können. Aber auf einen ganz großen LOTTO-Gewinn hoffe ich gar nicht. Es kommt nämlich nicht so gut, ausgerechnet als LOTTO-Vorstand Millionen zu gewinnen. Und ist ein solch spannender Beruf nicht per se so etwas wie „6 Richtige“?

S&S: Ich danke Ihnen für das Gespräch!

Marion Bleß: „Weil ich hinter der guten Sache stehe …“


Zur Person

Dr. Marion Bleß, geboren am 3.5.1966 in Hamburg, studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Betriebswirtschaftslehre mit anschließender Promotion zum Dr. phil. Seit 2011 ist sie Vorstand der Deutschen Klassenlotterie Berlin – kurz „LOTTO Berlin“ sowie der LOTTO-Stiftung. Zuvor war sie mehr als zehn Jahre in der Medienbranche tätig, davon acht Jahre bei der Verlagsgruppe Holtzbrinck. Im Deutschen Lotto- und Totoblock wirkt sie auf nationaler Ebene als Vorsitzende des Ausschusses für das Hauptspiel LOTTO 6aus49. Frau Dr. Bleß ist schon seit mehreren Jahren Mitglied in den Jurys des Innovationspreises des Berliner Sports, des Kulturmarken-Awards sowie des „Vera Ciszak“-Preises des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund e. V


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