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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Theodor Heuss Preis 2014 geht an Christo

Mit der subtilen Provokation am monumentalen Objekt breche der Aktionskünstler Denk- und Sichtweisen auf, teilte die Stiftung mit.

“Christo nimmt den öffentlichen Raum als Leinwand”, heißt es in der Begründung. Mit der Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes, eines zunächst ambivalenten Symbols deutscher Demokratie, hätten er und seine Frau Jeanne-Claude die gesellschaftspolitische Wirkkraft ihrer Arbeit offenbart. Der Umsetzung ging ein jahrzehntelanges Genehmigungsverfahren voraus. Nur durch die Beharrlichkeit von Christo und Jeanne-Claude und das Zusammenspiel von Politikern, Anwälten, Ingenieuren, Bankern, Intellektuellen und engagierten Bürgern konnte das Kunstprojekt nach dem Fall der Berliner Mauer zum Erfolg geführt werden. Der verhüllte Reichstag zog so viele Bürger in seinen Bann, dass er sich von seiner Ambivalenz als demokratisches Symbol befreien konnte. So gilt der Reichstag seitdem als Sinnbild für Aufbruch und Neuanfang.

Die Theodor Heuss Medaillen 2014 gehen an die Intendantin des Berliner Gorki Theaters und ehemalige Intendantin des Ballhaus Naunynstraße, Shermin Langhoff, an den “Standing Man” vom Istambuler Taksim-Platz, Erdem Gündüz, an die Vereine von Live Music Now e.V. und an das Theater der Erfahrungen – Werkstatt der alten Talente, Berlin.

Die 49. Theodor Heuss Preisverleihung findet am 12. April 2014 in Stuttgart statt. Sie steht unter dem Jahresthema “Kunst bricht auf”. Die Laudatio hält die Bundestagspräsidentin a.D. und Theodor Heuss Preisträgerin 2007, Prof. Dr. Rita Süssmuth, das Schlusswort Prof. Dr. Gesine Schwan.

(5.2.2014 | Quelle: Theodor Heuss Stiftung)

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