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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Stifterin Carmen Würth erhält Warsteiner Preis für ihr Lebenswerk

Das gesellschaftliche Engagement von Carmen Würth begann in den 1980er-Jahren. Gemeinsam mit ihrem Mann Reinhold, dem Inhaber des gleichnamigen Handelsunternehmens für Befestigungstechnik, gründete sie die Stiftung Würth, um Projekte aus Wissenschaft, Forschung, Kunst und Bildung zu fördern.

Foto: Scanner GmbH Künzelsau/Warsteiner

In ihrem Hotel-Restaurant “Anne-Sophie” in Künzelsau ermöglicht sie es Menschen mit und ohne Behinderung, sich gemeinsam in den Arbeitsalltag eines Gastronomiebetriebes zu integrieren. Mitarbeiter mit Handicap werden in den Bereichen Küche, Restaurant- und Zimmerservice eingesetzt. Betreut und geschult werden die Mitarbeiter durch pädagogisch und fachlich ausgebildetes Personal.

“Für mich ist Carmen Würth die Vorreiterin beim Thema Integration”, betont Lothar Menge, Juryvorsitzender des Deutschen Gastronomiepreises. “Sie bringt Menschen mit und ohne Handicap zusammen und setzt mit ihren Initiativen nachhaltig Maßstäbe in der gastgebenden Branche”, erklärt er weiter.

Carmen Würths soziales Engagement hängt eng mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte zusammen. Ihr Sohn Markus lebt in einer anthroposophischen Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. “Wenn ich dieses Schicksal nicht gehabt hätte, hätte ich viele wunderbare Begegnungen nicht gehabt – mit Menschen, die Menschen geblieben sind”, ist die 77-Jährige überzeugt. Ihr Anliegen ist es, dem Leben behinderter Menschen Sinn und Erfüllung zu geben und Barrieren im täglichen Umgang miteinander abzubauen.

Aus diesem Grund eröffnete sie im Jahr 2003 das Hotel-Restaurant “Anne Sophie”. “Der Ursprung des Hauses, die Idee dazu, ist nicht im Kopf entstanden, sondern sie kommt aus dem Herzen”, erklärt sie. Im Haus selbst sollte zunächst die Schwelle zwischen den gesunden Gästen und den Mitarbeitern mit Handicap überwunden werden. „Anfangs mussten wir vor allem den Hemmungen der Gäste entgegenwirken – das war viel Arbeit“, erinnert sie sich. Dass das Konzept von Carmen Würth aufgeht, zeigt der jüngste gastronomische Erfolg: Im November 2014 wurde das zum Hotel gehörende Restaurant “Handicap” für seine exzellente Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Im Februar 2015 wird Carmen Würth in Berlin den Warsteiner Preis aus den Händen von Catharina Cramer, Inhaberin der Warsteiner Gruppe und Schirmherrin des Preises, entgegennehmen.

(14.1.2015 | Quelle: Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG)

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