topad


Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Sobek-Stiftung würdigt herausragende Multiple Sklerose-Forscher

Der mit 100.000 € dotierte Preis für Grundlagenforschung, der Sobek-Forschungspreis, ging an Prof. Dr. Marco Prinz, Direktor des Instituts für Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg. Den Sobek-Nachwuchspreis mit 10.000 € Preisgeld erhielt Dr. Stefan Bittner vom Institut für MS-Forschung der Universitätsklinik Münster.

Prof. Dr. Marco Prinz (li.) und Dr. Stefan Bittner (Foto: DMSG)

Das Forschungsinteresse des 1970 in Cottbus geborenen Prof. Dr. Marco Prinz gilt dem angeborenen Immunsystem bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, dabei insbesondere der Rolle der Mikroglia-Zellen. Diese Immunzellen übernehmen im Gehirn wichtige Aufgaben beim Erkennen und Beseitigen schadhafter Nervenzellen und Fremdkörper. Die Erkenntnisse des Direktors des Instituts für Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg liefern die Basis für ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen bei Multipler Sklerose (MS). So konnten Forscher um Prinz erstmals erklären, dass und wie Mikroglia-Zellen im Gehirn zur Schädigung von Nervenzellen beitragen. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für die Entwicklung neuartiger Forschungsansätze und neuer Therapien. Durch seine Forschungsbeiträge über die Mikroglia hat Prinz bereits heute Weltgeltung erlangt. Das belegen zahlreiche hoch angesehene wissenschaftliche Publikationen und mehrere Wissenschaftspreise.

Der Sobek-Nachwuchspreis ging an den 31-jährigen Dr. Stefan Bittner von der Universität Münster. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle der Ionenkanäle in der Pathophysiologie der Multiplen Sklerose. Er konnte zeigen, dass Zwei-Poren-Kaliumkanäle Immunzellen das Durchdringen der eigentlich nicht überwindbaren Blut-Hirn-Schranke und damit den Eintritt ins Nervensystem ermöglichen. Der junge Mediziner kann darüber hinaus auch erklären, wie die Kanäle weiterhin zur Entstehung der Krankheit beitragen: “Zuerst regulieren sie die Aktivierung von Immunzellen, dann steuern sie die Einwanderung ins zentrale Nervensystem. Dort tragen sie zum Tod von Nervenzellen bei.”

(1.12.2014 | Quelle: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft)

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Auszeichnungen"


Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies nutzen. Weitere Informationen

Verstanden