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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Schering Stiftung: Friedmund Neumann Preis für Endometriose-Forscherin

Erste Preisträgerin der neu geschaffenen Auszeichnung ist PD Dr. Sylvia Mechsner von der Klinik für Gynäkologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums vergibt die Schering Stiftung in diesem Jahr erstmalig den Friedmund Neumann Preis für junge Nachwuchswissenschaftler, die herausragende Forschungsarbeiten auf den Gebieten der biologischen, chemischen und medizinischen Grundlagenforschung erbracht haben. Mit 45 hervorragenden Nominierungen war die Resonanz auf die Preisausschreibung gewaltig und die Entscheidungsfindung damit umso schwerer. Nach einem intensiven Auswahlprozess im Wissenschaftlichen Ausschuss folgte der Stiftungsrat der Schering Stiftung der Empfehlung, den Friedmund Neumann Preis 2012 an Privatdozentin Dr. Sylvia Mechsner zu vergeben.

Die Ärztin arbeitet an der Klinik für Gynäkologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin und wird mit dem Preis für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Pathogenese der Endometriose geehrt. Endometriose ist eine Erkrankung bei Frauen im reproduktionsfähigen Alter, die aufgrund ihrer Symptome wie zum Beispiel Unterbauchschmerzen, Blutungsstörungen und Fertilitätsbeeinträchtigung zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen führen kann und darüber hinaus eine extreme soziale, klinische und volkswirtschaftliche Relevanz hat. Die Häufigkeit der Endometriose wird mit 2 bis 20 Prozent aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter angegeben. Schätzungen ergeben, dass in Deutschland ca. zwei Milionen Frauen betroffen sind und bis zu 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr diagnostiziert werden. Bei ca. 50 Prozent dieser Frauen besteht ein anhaltender Therapiebedarf.

Die Arbeitsgruppe um Sylvia Mechsner beschäftigt sich in ihren Untersuchungen mit Mechanismen der Entstehung und Entwicklung der Endometriose und mit möglichen Mechanismen der Schmerzentstehung durch Endometrioseläsionen. Mit dem Ziel, neue therapeutische Ansätze zu etablieren, wurde bei diesen Studien fokussiert auf die klinische Relevanz hingearbeitet. Frau Mechsner hat erfolgreich begonnen, den Zusammenhang zwischen Entzündung und Schmerz bei der Endometriose aufzuklären. Dabei geht es nicht nur darum, wie die Entzündung Schmerz auslöst, sondern wie das Nervensystem die Entzündung steuert.

(31.5.2012 | Quelle: Schering Stiftung)

Website der Schering Stiftung

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