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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Schader-Preis 2015 für Angelika Nußberger

Die Schader Stiftung verleiht die mit 15.000 € dotierte Auszeichnung an Angelika Nußberger. Die Juristin und Slawistin ist Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und Direktorin des Instituts für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung.

Prof. Dr. Angelika Nußberger ist eine international renommierte Rechts- und Sozialwissenschaftlerin und eine ausgewiesene, vielsprachige Slawistin. Sie ist Direktorin des Instituts für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung der Universität zu Köln sowie Mitglied des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg.

Die 51-Jährige widmet sich der Verbreitung von Sozialstandards in Europa und im Völkerrecht und hat über die sozialrechtliche Bedeutung der Normsetzung der Vereinten Nationen, der Internationalen Arbeitsorganisation und des Europarates gearbeitet. In der Vielfalt ihrer Arbeit als Sozialrechtlerin, Staatsrechtlerin, Rechtsvergleicherin, Slawistin und als Spezialistin für europäische Menschenrechte vertritt sie das Sozialrecht und das Sozial-wesen in besonderer Breite und Tiefe.

Ihre gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte betreffen die Entwicklung des Verfassungsrechts in den Staaten Mittel- und Osteuropas mit einem besonderen Gewicht auf der Russischen Föderation. Ihr besonderes Augenmerk gilt dabei der Einrichtung der Verfassungsgerichtsbarkeit in den jungen Rechtsstaaten, dem Einfluss des Völkerrechts auf die Rechtsentwicklung in Mittel- und Osteuropa, den Prinzipien und der Durchsetzbarkeit des Internationalen Sozialrechts und der Übertragung von Sozialsystemen in die Staaten Mittel- und Osteuropas.

Seit 2011 ist Angelika Nußberger Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sie hat dort sehr schnell Rang und Anerkennung gewonnen, in ihrer richterlichen Tätigkeit mit Zielstrebigkeit und Augenmaß die Entwicklung der Rechtsprechung zu Menschenrechtsfragen beeinflusst, Wesentliches zum Verhältnis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Europäischen Gerichtshofs und des deutschen Bundesverfassungsgerichts gesagt, dabei auf gute Kooperation und ausgleichende Maßstäbe im Zusammenwirken dieser Gerichtsbarkeiten hingewirkt.

(15.1.2015 | Quelle: Schader Stiftung)

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