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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 verliehen

Der mit 1 Mio. € dotierte Preis für Menschenwürde geht in diesem Jahr an drei Personen bzw. Organisationen, die sich mutig und unermüdlich für die Würde und Rechte von Frauen in Indien, Pakistan und Afghanistan einsetzen.

Foto: Roland Berger Stiftung

Die indische Nichtregierungsorganisation Jagori erhielt die Auszeichnung für ihren Einsatz für Frauenrechte. Eine ihrer aktuellen Kampagnen ist die “Safe Delhi Campaign” für mehr Sicherheit von Frauen in der indischen Hauptstadt. Dazu wurde etwa eine Notrufnummer für Gewaltopfer eingerichtet, außerdem werden Busfahrer im Umgang mit sexuellen Übergriffen geschult. Jagori nimmt auch Einfluss auf städtebauliche Maßnahmen und setzt sich unter anderem für eine bessere Straßenbeleuchtung ein.

Die pakistanische Menschenrechtsanwältin Dr. Asma Jahangir wurde für ihr Engagement für Frauenrechte in Pakistan geehrt. Vor 33 Jahren gründete sie die erste von Frauen gefürhrte Anwaltskanzlei in Pakistan und verteidigt seitdem erfolgreich vor allem Opfer von Vergewaltigung, Missbrauch in der Ehe und Zwangsarbeit sowie Angehörige religiöser Minderheiten, die der Blasphemie bezichtigt werden. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen für die Rechte der Frauen in einer islamischen Gesellschaft.

Das Afghan Women’s Network wurde für seinen Kampf für dieselben Anliegen in Afghanistan ausgezeichnet. Es setzt sich seit 1995 dafür ein, Frauen vermehrt an der Entwicklung des Landes teilhaben zu lassen und Gewalt gegen Frauen und ihre Diskriminierung zu mindern. Unter anderem führt die Organisation Schulungen in Dörfern durch, um die Frauen dort über ihre Rechte aufzuklären, und unterstützt sie dabei, diese auch wahrzunehmen.

Die drei Frauenrechtsorganisationen werden ihr Preisgeld satzungsgemäß für Projekte verwenden, die geeignet sind, in Not geratene Frauen zu unterstützen und ihre Situation weiter zu verbessern.

Erstmals hat die Roland Berger Stiftung auch einen Ehrenpreis verliehen. Er ging an das Jüdische Museum Berlin und versteht sich als Würdigung des vorbildlichen Engagement für die Erinnerung an den Holocaust und die Erforschung eines der größten Verbrechen gegen die Menschenwürde. Das Jüdische Museum wird den Ehrenpreis für die wissenschaftliche und pädagogische Arbeit seiner neu gegründeten Akademie nutzen, die sich vor allem mit den Themen Migration, Integration unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und interkulturelle Bildung in einer heterogenen Gesellschaft befasst und sich so für eine erfolgreiche Zuwanderungs- und Integrationspolitik einsetzt.

Die Laudatio bei der Preisverleihung hielten die Ärztin und Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, selbst Mitglied im Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung. sowie Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Mehr als 350 hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien waren gekommen. Erstmals fand die Veranstaltung im Jüdischen Museum Berlin statt.

(17.4.2013 | Quelle: Roland Berger Stiftung)

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