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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Regine-Hildebrandt-Preis 2013 verliehen

"Familie in ihren guten und schlechten Tagen – sie ist Bestimmungskraft unserer Gesellschaft. Wo sie schwach wird, muss ihr geholfen werden" Unter diesem von Regine Hildebrandt geprägten Motto würdigt die Stiftung Solidarität das familienpolitische Engagement Dr. Christine Bergmanns und den Deutschen Kinderschutzbund. Der Preis ist mit jeweils 10.000 € dotiert.

Christine Bergmann gilt als Vorreiterin im Kampf um den Anspruch auf einen Krippenplatz. Als Bundesministerin machte sie aus dem Erziehungsurlaub die Elternzeit und führte einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit ein. Unablässig hat sie auf das veränderte Bild der Familie verwiesen. Denn Ungleichbehandlung schwäche die Familie nicht nur in beklagenswerten Einzelfällen, sondern grundsätzlich als wichtige zivilisationssichernde Ursprungsgemeinschaft menschlichen Zusammenlebens.

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), so die Stiftung Solidarität, leistet beispielhafte Lobby- und Unterstützungsarbeit für Kinder. Mit seinen Beratungsstellen, Kinderschutzzentren und Sorgentelefonen für junge Menschen hat der DKSB ein tragfähiges Unterstützungsnetz für Familien aufgebaut. Er hat Kindern nicht nur eine starke Stimme verliehen, er bietet ihnen und ihren Familien auch überzeugende praktische Hilfe an.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17. Mai 2013 in Bielefeld statt. Die Laudatio hält die ehemalige Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin. Grußworte sprechen Jörg Hildebrandt, Vorstandsmitglied der Stiftung und Ehemann der 2001 verstorbenen Namensgeberin des Preises, sowie Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.

Die Stiftung Solidarität vergibt ihre bundesweit begehrte Auszeichnung seit 1997 für herausragenden sozialen Einsatz. Zu den bisherigen Preisträgern gehören neben Armutsprojekten, Netzwerken für Beschäftigungs- und Arbeitsloseninitiativen auch Persönlichkeiten wie Eduard Wörmann, Friedhelm Hengsbach, Christian Führer, Jürgen Borchert, Ulrich Schneider sowie die Politiker Regine Hildebrandt, Heiner Geißler, Ottmar Schreiner, Hans-Jochen Vogel, Marieluise Beck und Rita Süssmuth.

Mit der Wahl ihres Mottos und der Entscheidung für die diesjährigen Preisträger will die Stiftung Solidarität Zeichen setzen gegen die wachsende Familienarmut in einem der reichsten Länder. Besonders Familien mit einer geringfügig beschäftigten Person wie auch Alleinerziehende und Mehrkinderfamilien sind von Einkommensarmut betroffen. “Damit Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien nicht länger benachteiligt und ausgegrenzt werden, brauchen wir eine Diskussion über notwendige Alternativen in der Sozial- und Familienpolitik aber auch über die Verteilung des Vermögens in unserer Gesellschaft”, sagte Harry Domnik, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung.

(3.4.2013 | Quelle: Stiftung Solidarität)

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