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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Raus aus der Schuldenfalle: Präventionsprojekt erhält Primus-Preis des Monats

"Knete, Krisen, Kompetenzen" – unter diesem Motto kämpft eine Initiative aus Neuss gegen die steigende Überschuldung junger Erwachsener. Für das nachhaltige Konzept bekommen die Initiatoren den Primus-Preis im Monat September 2014 der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Handy auf Raten, Kleidung auf Pump – hunderttausende Jugendliche sind in Deutschland verschuldet. Wie Schüler auch schuldenfrei ins eigenständige Leben starten können, lernen sie in dem Präventionsprojekt “Knete, Krisen, Kompetenzen – Jugendliche lernen den Umgang mit Geld”.

Das Projekt richtet sich an Haupt- und Realschüler der neunten und zehnten Klassen im Rhein-Kreis Neuss. Das Prinzip ist so einfach wie folgenreich: In den Kursen werden Einnahmen und Ausgaben der Schüler mit Hilfe von Haushaltsplänen analysiert, falsches Ausgabeverhalten aufgedeckt sowie finanzielles Grundwissen, aber auch Grundkenntnisse zu Verträgen vermittelt. Mit den erworbenen Finanzkompetenzen lernen die Schüler, wie sie als junge Erwachsene drohende Schuldenfallen umgehen können.

Das Konzept wurde 2012 erstmals an einer Neusser Hauptschule umgesetzt. Heute ist das Schulwahlpflichtfach “Finanzkompetenz” an neun Schulen fester Bestandteil des Lehrplans – Tendenz steigend. Das Projekt “Knete, Krisen, Kompetenzen – Jugendliche lernen den Umgang mit Geld” wurde initiiert vom Sozialdienst katholischer Männer Neuss e.V. in Kooperation mit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirchengemeinschaft in Neuss e.V., dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V., dem internationalen Bund Dormagen e.V. und der Volksbank Düsseldorf Neuss eG.

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird künftig der “Primus des Jahres” gewählt.

(16.9.2014 | Quelle: Stiftung Bildung und Gesellschaft)

Website der Stiftung Bildung und Gesellschaft

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