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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Neun Preisträger mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet

Von einem Hörspielprojekt für Väter mit Migrationshintergrund über die Sprachanalyse der Medienberichterstattung zur Finanzkrise bis hin zu einem Lese-Adventskalender in Rathausgröße – so vielfältig sind die 2015 mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichneten Projekte. Der Preis wird von der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung ausgelobt.

Der Deutsche Lesepreis zeichnet Menschen und Institutionen aus, die das Lesen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit innovativen und erfolgreichen Initiativen und Projekten erhalten und fördern. Unter seinem Dach werden herausragende Projekte geehrt und darin unterstützt, sich optimal zu entwickeln und Impulse für die Leseförderung zu setzen. Die Jury wählte die neun Preisträger 2015 aus insgesamt 209 Einsendungen aus. Die Teilnahme stand allen in der Leseförderung Engagierten offen. Der Preis ist insgesamt mit 23.000 € dotiert.


Foto: Stiftung Lesen/Amin Akhtar

Die Preisträger:

Herausragende Idee für die Leseförderung von morgen – Fokusthema “Migration und Integration”
Mit dem Sonderpreis wird neuen Ideen der Leseförderung eine Chance zur Realisierung gegeben. Im Jahr 2015 steht die Kategorie erstmals unter einem Sonderthema, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft über das Thema Leseförderung und Lesekompetenz zu bereichern und zur Teilhabe beizutragen. Der Preis in dieser Kategorie ist mit 6.000 € dotiert und wird von der Commerzbank-Stiftung gefördert.

  • Initiative Mehrsprachigkeit e.V.: Papa macht Radio – ein Hörspielprojekt mit Vätern (Lübeck, Schleswig-Holstein)
    Hörbuchprojekt für Väter mit Migrationshintergrund und deren Kinder in einem “sozialen Brennpunkt” zur Förderung von Sprache und Integration.

Herausragendes individuelles Engagement für die Leseförderung
In dieser Kategorie werden Individualpersonen ausgezeichnet, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Leseförderung verdient gemacht haben. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von insgesamt 4.500 € (1. Preis 2.000 €, 2. Preis 1.500 €, 3. Preis 1.000 €). Die Kategorie wird durch die PwC-Stiftung Jugend Bildung Kultur gefördert.

  • Christine Sinnwell-Backes: Lese- und Schreibwerkstatt (Schmelz, Saarland)
    Kreative Aktionen rund um das Lesen seit zehn Jahren, von Bücherflohmärkten über Krimifrühstücke bis hin zu Flüchtlingsprojekten

  • Wolfgang Ettmüller: Autorenlesungen an der BBS II Kaiserslautern (Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz)
    Langjähriges Literatur- und Kunstprojekt an der Schule und in der Stadt mit wechselnden prominenten Gegenwartsautoren (seit 1987)

  • Silke Menne: tierchenwelt.de (Nürnberg, Bayern)
    Gleichermaßen seriöse und verspielte Medienschule und Wissensseite über Tiere für Kinder von 6 bis 14 Jahren

Herausragendes kommunales Engagement für die Leseförderung
In dieser Kategorie werden Organisationen ausgezeichnet, die sich in Kooperation mit weiteren Partnern/Institutionen in außergewöhnlicher Weise für die Leseförderung verdient gemacht haben. Drei Preisträger erhalten ein Preisgeld von insgesamt 4.500 € (1. Preis 2.000 €, 2. Preis 1.500 €, 3. Preis 1.000 €). Die Kategorie wird durch Fröbel e.V. gefördert.

  • Kultur- und Bildungszentrum Haus Löwenberg: Gengenbach Leseland (Gengenbach, Baden-Württemberg)
    Stadtweites Leseprojekt für Kindergärten und Schulen mit Kinder- und Jugendbuchautoren und dem Rathaus als literarischem Adventskalender

  • Universität Paderborn: LIFE – Lesen in Familie erleben (Paderborn, Nordrhein-Westfalen)
    Projekt zur stärkeren Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus beim Prozess des Lesenlernens von Erstklässlern mit wissenschaftlicher Evaluation

  • Städtische Bibliotheken Dresden: Lesestark! Dresden blättert die Welt auf! (Dresden, Sachsen)
    Projekt für Kinder am Übergang vom Kindergarten in die Schule mit mittlerweile 120 Lesepaten, großem Lesefest, Lesesafari im Zoo und Vorlesetag im Museum.

Wissenschaftspreis für „Lesbare Wissenschaft“ und „Wissenschaft des Lesens
In der Teilkategorie „Lesbare Wissenschaft“ werden Autoren ausgezeichnet, die Wissenschaft für ein breites Publikum les- und greifbar machen. Der Preis dieser Kategorie ist mit 5.000 € dotiert. Im Bereich „Wissenschaft des Lesens“ werden Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet, die sich ihren Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Magister-, Diplom- oder Staatsexamensarbeit) mit dem Thema Lesen im Kontext der Mediengesellschaft beschäftigen. Dieser Preis ist mit 3.000 € dotiert. Die Kategorie wird durch die Jürgen Moll Stiftung gefördert.

  • Stefan Klein: Träume. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit
    Eine Entdeckungsreise in das Land der Träume auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Hirnscans und Traumdatenbanken mit Tipps zum mentalen Training

  • Christina Köhler: Grenzkosten, Eurobonds und Schattenbanken – aber was verstehen die Leser davon?
    Magisterarbeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über die Sprache und Medienberichterstattung zur Finanz- und Eurokrise.

(26.11.2015 | Quelle: Stiftung Lesen)

Website zum Deutschen Lesepreis

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