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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Münchner Schwestern erhalten bei Jugend Musiziert den Eduard Söring-Preis

Nach einer ereignisreichen Woche geht mit dem 48. Bundeswettbewerb Jugend musiziert der größte deutsche Nachwuchswettbewerb zu Ende. Vom 10. bis 17. Juni stellten 2.300 Musiker an zahlreichen Spielorten in Neubrandenburg und Neustrelitz ihr Können unter Beweis. Zum Abschluss zeichnet die Deutsche Stiftung Musikleben besonders erfolgreiche Teilnehmer mit Preisen und Stipendien aus, darunter auch die höchstdotierte Auszeichnung des Wettbewerbs – der Eduard Söring-Preis.

Die von der Jury am höchsten bewerteten Musiker erhalten Sonderpreise und werden in das Förderprogramm der Stiftung aufgenommen: an 26 Solisten, 21 Ensembles und eine Instrumentalbegleiterin werden Preise im Wert von insgesamt 36.050 € vergeben.

Die beiden Hauptpreise der Deutschen Stiftung Musikleben gehen in diesem Jahr nach Süddeutschland. Den seit 1992 ausgeschriebenen Eduard Söring-Preis, ein Jahresstipendium in Höhe von 6.000 €, erhalten für ihre herausragende Leistung im Fach Streicher zwei Schwestern – die Geigerin Miriam (19) und die Cellistin Melanie Schulz (17) aus München. In der Konzertkirche in Neubrandenburg präsentierte sich das Schwestern-Duo im Rahmen des Abschlusskonzertes mit einem Rondeau von Giovanni Battista Cirri. Der Preis wurde übereicht von Saskia Egger, Programmleiterin der Deutschen Stiftung Musikleben. Die Geschwister werden bereits seit drei Jahren von der Stiftung gefördert, die ihnen wertvolle Instrumente aus ihrer Sammlung zur Verfügung stellt. Parallel zu ihrer Jugend musiziert-Vorbereitung haben beide Schwestern gerade das Abitur gemacht und werden nun Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen in München und Lübeck absolvieren. Die Freude über den Preis ist groß: „Damit können wir beide den einen oder anderen Meisterkurs besuchen“, erzählt Miriam Schulz begeistert. „Ich bin auch seit Längerem auf der Suche nach einem guten Bogen; mit dem Preisgeld kann ich mir jetzt sogar einen noch besseren aussuchen.“

Der Hans Sikorski-Gedächtnispreis für die beispielhafte Interpretation eines Werkes eines noch lebenden Komponisten geht an den 19-jährigen Thomas Schuch aus Stephanskirchen. Der junge Pianist, der schon mit vier Jahren das Klavier für sich entdeckte, überzeugte mit einem brillanten Vortrag des Satzes „leicht bewegt“ aus „Drei Nachtstücke“ von Heinz Holliger (*1939).
Neben den Geldpreisen und Stipendien vergibt die Deutsche Stiftung Musikleben außerdem 10 Geigen, 3 Bratschen, 3 Violoncelli und 1 Bass aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds an Bundespreisträger, die für ihre künstlerische Entwicklung dringend ein besseres Instrument benötigen. Ausprobiert und offiziell überreicht werden diese bei der Vergabe im Herbst in Hamburg. Insgesamt spielen dann 86 Jugend musiziert-Preisträger ein Instrument aus der Sammlung der Stiftung.

„Seit der Gründung von Jugend musiziert begleiten wir den Bundeswettbewerb. Und auch 2011 haben wir ganz besonders vielversprechende junge Musiker ausgezeichnet“ sagt Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Stiftung. „Diese Nachwuchsmusiker begleiten wir künftig auf ihrem musikalischen Weg. Besonders freut es mich zu sehen, welche Entwicklung diejenigen gemacht haben, die mittlerweile auf unseren Instrumenten spielen. Fast alle haben sich 1. Preise erspielt. Das ist ein wirklich schönes Ergebnis.“
(21/6/11; Quelle: Deutsche Stiftung Musikleben)

www.deutsche-stiftung-musikleben.de

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