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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Mit Argumenten überzeugen

Die besten acht Schüler, die sich zuvor in 16 Landesfinalen durchgesetzt hatten, haben im Finale des Wettbewerbs Jugend debattiert in Berlin die diesjährigen Sieger ermittelt. "Soll bei Weltmeisterschaften im Fußball der Videobeweis eingeführt werden?" lautete das Thema für die Klassen 8 bis 10, bei dem Carlotta Schramm vom Hegel-Gymnasium in Stuttgart-Vaihingen (Baden-Württemberg) am Ende die Nase vorn hatte. In der Jahrgangsstufe 11 bis 12/13 konnte Alexander Schwennicke vom Evangelischen Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin beim Thema "Soll in Deutschland ein muslimischer Feiertag als gesetzlicher Feiertag eingeführt werden?" den Wettbewerb für sich entscheiden. Bundespräsident Christian Wulff, der die Debatten der Finalisten verfolgte, überreichte die Siegerurkunden.

Foto: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Beide gewinnen die Teilnahme an einer Akademiewoche mit weiterem Rhetoriktraining sowie die Aufnahme in das Jugend debattiert-Alumniprogramm. Das Projekt wird gemeinsam von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Kooperationspartner des Projekts sind die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien der Länder.

“Seit 10 Jahren begeistert Jugend debattiert junge Menschen für politische Themen und vermittelt ihnen die Grundlagen für einen fairen und kompetenten Wettstreit mit Argumenten. Das Projekt fördert zugleich die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler durch gegenseitigen Austausch und respektvollen Umgang mit anderen Standpunkten”, betonte der Schirmherr des Projekts, Bundespräsident Christian Wulff, bei seiner Eröffnungsansprache. “10 Jahre Jugend debattiert sind eine Erfolgsgeschichte und zugleich Ansporn für hoffentlich viele weitere erfolgreiche Jahre.”

10 Jahre Jugend debattiert: Mit bundesweit 100.000 Schülern und 4.800 Lehrkräften an rund 730 weiterführenden Schulen ist der Schülerwettbewerb heute das größte Projekt zur sprachlich-politischen Bildung in Deutschland. 2001 wurde Jugend debattiert in Frankfurt am Main an rund 30 Schulen erprobt. Im selben Jahr hat der Bundespräsident die Ausweitung des Wettbewerbs auf Bundesebene unter seiner Schirmherrschaft initiiert. Für das privat-öffentlich finan-zierte Projekt stellten die Trägerstiftungen seit dem bundesweiten Start rund 15 Mio. € bereit. Jugend debattiert spricht alle weiterführenden Schulformen an: Interessierte Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsschulen können sich über die Kultusministerien der Länder für eine Teilnahme ab dem kommenden Schuljahr bewerben.

Stellvertretend für die Kultusministerien begrüßte der Präsident der Kultusministerkonferenz Dr. Bernd Althusmann die Gäste. Prominent besetzte Jurys bewerteten die Debatten öffentlich: Prof. Dr. Dagmar Schipanski (Präsidentin des Thüringer Landtags a.D.), Prof. Dr. Ulrich von Alemann (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Hertie School of Governance) wirkten unter anderem daran mit.

Der Wettbewerb Jugend debattiert folgt klaren Regeln: Debattiert wird jeweils zu viert über aktuelle politische, gesellschaftliche und schulische Streitfragen. Jeder Teilnehmer hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – pro oder contra – darlegt. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Redner eine Minute zur Verfügung, wobei er seine ursprüngliche Position auch verändern darf. Bewertungskriterien für die Debatte sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. (06/06/11; Quelle: Gemeinnützige Hertie-Stiftung)

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