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Auszeichnungen

Menschenrechtspreis 2015 an israelische Bürgermeister

Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet Ilan Sadeh und Hasan Atamna für ihr außerordentliches persönliches Engagement aus, mit dem sie sich für ein friedliches Zusammenleben, sozialen Frieden und gleichberechtigte Teilhabe von Juden und palästinensischen Arabern in ihren Gemeinden einsetzen.

Stellvertretend für sieben Ortsvorsteher, die im Rahmen der Shared Communities Initiative der Organisation Givat Haviva kooperieren, werden Ilan Sadeh und Hasan Atamna den Preis am 5. November 2015 in Berlin entgegennehmen.

Ilan Sadeh ist jüdischer Bürgermeister des Menashe Regional Councils im Norden Israels, eines Zusammenschlusses von jüdischen und arabischen Kommunen. Er bemüht sich darum, die Gräben zwischen den Einwohnern seines Regionalverbandes zu überbrücken. Seit über 30 Jahren setzt er sich für die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft in Israel ein, indem er die Anliegen seiner arabischen Mitbürger vertritt und in Zeiten der Spannung Zeichen der Solidarität mit ihnen setzt.

Hasan Atamna ist Bürgermeister von Kafr Qara in Israel, das 13.000 mehrheitlich palästinensisch-arabische Einwohner zählt. Mit großem Engagement verfolgt er die Partnerschaft mit der jüdischen Gemeinde Pardes Hanna-Karkur, die zu einem Vorbild für andere Partnerschaften geworden ist. Durch seinen persönlichen Einsatz konnte er mehrfach Zusammenstöße zwischen Jugendlichen seiner Gemeinde und aufgebrachten jüdischen Bürgern verhindern.

Der in diesem Jahr mit 20.000 € dotierte Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung wird seit 1994 an Personen oder Organisationen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Menschenrechte in verschiedenen Teilen der Welt verdient gemacht haben.

(3.11.2015 | Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung)

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