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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Medienpreis Bildungsjournalismus: Telekom-Stiftung kürt Gewinner

Julia Friedrichs, Reinhard Röde und Robert Weinhold erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 23.000 €.

Preisübergabe an Julia Friedrichs (Foto: Michael H. Ebner/Deutsche Telekom Stiftung)

Die Auszeichnung der Deutsche Telekom Stiftung ist die bundesweit bisher einzige und erste, die ausschließlich bildungsjournalistische Beiträge prämiert. Ziel des Preises ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema Bildung zu erhöhen und die Wertschätzung und Anerkennung von Bildungsjournalisten zu steigern.

Aus knapp 100 Einreichungen in den drei Kategorien Print, Fernsehen/Hörfunk/Online und Nachwuchs hat eine fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Hans Werner Kilz die Sieger ausgewählt:


Kategorie Print
Julia Friedrichs: Die geteilte Straße, erschienen in “Die Zeit”, 4. Juli 2013
Laut der Begründung der Jury ist “Die geteilte Straße” ein faszinierendes Porträt zweier Familien im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Sie erzählt von Eltern, die das Beste für ihre Kinder wollen und von Kindern, deren Bildungskarrieren viel zu sehr von Herkunft und Elternhaus abhängen. Eindrücklich schildert Julia Friedrichs, wie die Unterschiede zwischen „deutschen Mittelschichtfamilien“ und „Zuwandererfamilien“ sich sehr früh und sehr deutlich ausprägen. Und die folgenlos bleiben, obwohl alle Beteiligten – Eltern, Erzieher, Lehrer und Schulleiter – das Wohl der Kinder im Blick haben.

Kategorie Fernsehen/Hörfunk/Online
Reinhard Röde: Fight for your right – wem gibt die Schule eine Chance, Erstausstrahlung am 1. Mai 2013 auf EinsPlus
Der Beitrag entstand im Rahmen des zweiwöchigen Eins Plus-Formats “Klub Konkret”, das sich an Jugendliche zwischen 14 und 29 Jahren richtet. Er thematisiert die Chancengerechtigkeit des deutschen Bildungssystems. Unter dem Motto “Kann wirklich jeder werden, was er will?” porträtiert Reporter Daniel Bröckerhoff den 20jährigen Shahaib aus Afghanistan, der an einer Abendschule sein Abitur nachholt. Außerdem trifft Bröckerhoff bei einem Klassentreffen seine früheren Schulkameraden und spricht mit ihnen über ihre Bildungswege. Die Reportagen werden durch Gespräche mit Studiogästen ergänzt.

Kategorie Nachwuchs
Robert Weinhold, Studierender an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig: Realschule und dann – acht Jahre junge Karriere
Weinhold plant acht Jahre nach seinem Schulabschluss eine Reportage-Reise zu sechs seiner ehemaligen Schulkameraden, um herauszufinden, was aus den Zukunftsplänen eines jeden Einzelnen geworden ist. Seine Reise wird ihn dabei unter anderem zu einem Besatzungsmitglied eines Donau-Dampfers, einem KFZ-Meister und einer Erzieherin führen. Die Besonderheit: Robert Weinhold kommt nach eigener Aussage aus dem Umfeld einer sogenannten bildungsfernen Familie oder gar Region. Zusammen mit vielen anderen Arbeiterkindern absolvierte er 2006 die Mittlere Reife an einer Mittelschule zwischen Dresden und der Tschechischen Grenze. Als wirklich bildungsfern habe er dabei weder sich noch die anderen empfunden.

(29.9.2014 | Quelle: Deutsche Telekom Stiftung)

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