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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Max-Grundig-Gedächtnispreis für Andreas Hirsch

Der Leiter des Lehrstuhls für Organische Chemie II an der Universität Erlangen-Nürnberg wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung neuer Materialien und Verfahren ausgezeichnet. Der Preis der Max Grundig-Stiftung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Andreas Hirsch hat in den letzten Jahren bahnbrechende und international hoch anerkannte Beiträge bei der Erforschung molekularer Materialien geleistet. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Kohlenstoff, der in seiner reinen Form in der Natur als Graphit und Diamant vorkommt. Professor Hirsch und sein Team beeinflussen ganz gezielt die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Kohlenstoffs und schaffen so neue Materialen mit bisher nie da gewesenen Funktionalitäten.

Ein Forschungsgegenstand der Wissenschaftler um Andreas Hirsch sind Fullerene winzige Moleküle, die aus genau 60 Kohlenstoffatomen bestehen aber nur ein Milliardstel Meter groß sind. Dem Team ist es gelungen, die Fullerene so zu beeinflussen, dass damit unter anderem ganz neuartige Materialien für die Umwandlung von Licht in Strom oder neuroprotektive und damit lebensverlängernde Wirkstoffe hergestellt werden können.

Ein weiteres Feld, in dem die Gruppe von Andreas Hirsch Pionierarbeitet leistet, ist die gezielte Erforschung der Chemie von Kohlenstoffnanoröhren und Graphen, die als die aussichtsreichsten Kandidaten für moderne Hochleistungsmaterialien in der molekularen Elektronik gelten.

Professor Hirsch leitet seit Oktober 1995 den Lehrstuhl für Organische Chemie II an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Er ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 953 Synthetische Kohlenstoffallotrope und der Graduate School Molecular Science (GSMS) sowie Mitglied des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials der FAU. Außerdem ist Hirsch Mitglied der kollegialen Leitung des Interdisziplinären Zentrums für Molekulare Materialien (ICMM) und des Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP), das in Fürth angesiedelt ist.

(10.5.2012)

Website der Max-Grundig-Stiftung

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