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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Lehrerin des Jahres für Naturwissenschaften kommt aus Hamburg

Kerstin Gleine, Lehrerin für das Fach Naturwissenschaften und Technik sowie für Physik am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg, ist "Lehrerin des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer". Sie erhält den mit 15.000 € dotierten Klaus-von-Klitzing-Preis, den die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung vergeben.

Insgesamt lagen der Jury 42 Bewerbungen aus ganz Deutschland vor. Mit Kerstin Gleine werde eine hoch engagierte und kreative Lehrkraft ausgezeichnet, die bei ihren Schülerinnen und Schülern von der ersten Unterrichtsstunde an die Begeisterung für MINT-Fächer geweckt habe, so die Jury. Die Pädagogin besitze eine überragende fachliche und methodische Kompetenz, die sie ständig erweitere.

Kerstin Gleine ist seit 24 Jahren Lehrerin für Physik, das Fach Naturwissenschaften und Technik sowie Spanisch. Seit drei Jahren unterrichtet sie am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg und ist dort MINT-Leiterin. Sie konzipierte und entwickelte für die Schule einen MINT-Zweig, der das forschende Lernen in den Mittelpunkt rückt und zu selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten und Denken animiert. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern, um den künftigen Nachwuchskräften ein methodisches und vernetztes Fachwissen nahezubringen.

Die Pädagogin konzipierte fächerübergreifende Unterrichtskonzepte sowie Schulprojekte und strukturierte in Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen das MINT-Curriculum für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 neu. Sie rief die Forschungswerkstatt “MINT” sowie eine Klima- und eine Robotik-AG ins Leben. Gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern legte sie einen Lerngarten als naturwissenschaftliches Außenlabor an. Dort werden Themengebiete wie Pflanzen- und Insektenkunde, nachhaltige Ernährung, Wetterkunde oder die Technik erneuerbarer Energieerzeugung vermittelt. Sie initiierte und organisierte 2011 den 1. Schüler-MINT-Kongress ihrer Schule und koordiniert seitdem die jährliche Veranstaltung in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Gleine ist gut in die Wissenschaft und Forschung hinein vernetzt: Die Robotik-AG findet beispielsweise in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg statt. 2012 bot sie für Oberstufenschülerinnen eine „Summerschool Luftfahrt für Mädchen der MINT-Excellence-Center Schulen Deutschland“ an, an der sich neben Hamburger Hochschulen auch Airbus, Lufthansa Technik und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligten. Unter ihrer Federführung wurde das Friedrich-Ebert-Gymnasium als MINT-Excellence-Schule (MINT-EC) ausgezeichnet und als Umweltschule “Internationale Agenda-21 Schule” zertifiziert.

Die Softskills ihrer Schülerinnen und Schüler zu stärken, Kompetenzen in Projektmanagement, Teamarbeit und Präsentationstechnik zu trainieren und Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern – auch das ist ihr ein besonderes Anliegen. Und Gleine hat damit Erfolg: Ihre Schützlinge belegten Spitzenplätze beim Daniel Düsentrieb Technik-Wettbewerb für Schulen des Landes Hamburg und beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“.

“Mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis werden Lehrkräfte ausgezeichnet, die es verstehen, ihre Schüler auf besondere und innovative Weise für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu faszinieren. Gerade in den sogenannten MINT-Fächern ist es aktuellen Studien zufolge von zentraler Bedeutung, dass Inhalte stärker forschungs- und praxisorientiert vermittelt werden. Deshalb engagiert sich die EWE Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2002 in diesem Bereich”, sagte Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung.

(22.10.2013 | Quelle: Universität Oldenburg)

Website zum Klaus-von-Klitzing-Preis

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