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Auszeichnungen

Kyoto-Preis 2013: Inamori-Stiftung gibt diesjährige Preisträger bekannt

Die Auszeichnung, die neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft gilt, geht in diesem Jahr an den Elektroningenieur Robert Heath Dennard, den Biologen Masatoshi Nei und den Jazzmusiker Cecil Taylor. Die mit jeweils 50 Mio. Yen (umgerechnet rund 400.000 €) dotierte Ehrung wird von der Inamori-Stiftung vergeben und wurde 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen.

Die diesjährigen drei Kyoto-Preisträger in den Kategorien “Advanced Technology”, “Basic Sciences” und “Arts and Philosophy”:

  • Dr. Robert Heath Dennard (geb. 1932, USA)
    Dennard ist US-amerikanischer Elektroingenieur und Erfinder des Dynamic Random Access Memory (DRAM) oder “Dynamisches RAM”. Diese Erfindung hat 1966 die Speicherkapazität für digitale Daten um ein Vielfaches vergrößert, was zu einem rasanten Fortschritt in der Informations- und Telekommunikationstechnologie geführt hat. Darüber hinaus haben Dennard und seine Kollegen die Weiterentwicklung von integrierten Schaltkreisen (Mikrochips) 1974 mit dem Formulieren einer “Skalierungstheorie” zur Verkleinerung von Feldeffekttransistoren (MOSFET) entscheidend vorangetrieben. Die Nutzung digitaler Ressourcen im Alltag und in der Wissenschaft, wie sie heutzutage üblich ist, wäre ohne die Leistungen von Dr. Robert Heath Dennard nicht denkbar.

  • Dr. Masatoshi Nei (geb. 1931, USA)
    Der japanische Genetiker und Evolutionsbiologe Nei hat mit seinen Forschungen maßgeblich zu einem besseren Verständnis von Genetik und Evolutionsgeschichte beigetragen. Anfang der 1970er-Jahre entwickelte Nei eine neue statistische Methode, mit der sich die genetische Distanz zwischen zwei Populationen bestimmen lässt (“Nei’s distance”). Mit diesem Verfahren lässt sich der Zeitpunkt abschätzen, an dem sich menschliche Populationen von einem gemeinsamen Vorfahren abgespalten haben. Mit seinen Forschungen zur genetischen Distanz hat Nei nicht nur einen wertvollen Beitrag zur molekularen Evolutionsbiologie, sondern auch zu anderen Disziplinen wie Ökologie und Umweltschutz geleistet.

  • Cecil Taylor (geb. 1929, USA)
    Mit Taylor befindet sich in diesem Jahr einer der einflussreichsten Jazzmusiker weltweit unter den Preisträgern. Der laut eigener Aussage von Musikern wie Duke Ellington und Thelonious Monk beeinflusste Free-Jazz-Pianist eröffnete dem Jazz mit seinen originellen und innovativen Improvisationen völlig neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Seine unübertroffene Virtuosität und Individualität steuerten eine lebendige Kraft zu seiner einzigartigen Musik bei, die auch viele musikalische Genres weit über den Jazz hinaus beeinflusst und geprägt hat. Taylor war öfter in Japan auf Tour und hatte einen bedeutenden Einfluss auf die japanische Jazz-Szene.

(24.6.2013 | Quelle: Kyocera Fineceramics GmbH)

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