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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Klaus-Bahlsen-Preis an Studierende der Hochschule Osnabrück

Nachhaltigkeit ist der rote Faden: Die ausgezeichnete Arbeiten boten eine bemerkenswerte Vielfalt – mit Themen wie nachhaltige Fischerei oder Schulverpflegung in Uganda.

Von der Analyse der Schulverpflegung an einer Sekundar- und Berufsschule in Uganda bis zur Frage, wie die einzigartige Weinkulturlandschaft Mosel bewahrt und für nachfolgende Generationen gesichert werden kann: Die diesjährige Verleihung des Klaus-Bahlsen-Preises an der Hochschule Osnabrück führte eindrucksvoll vor Augen, welche zentrale, weltumspannende Rolle die Frage der Nachhaltigkeit in vielfältigen Bereichen spielt.

Dr. Sabine Schopp, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, und die Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Dorothee Straka von der Hochschule Osnabrück zeichneten drei studentische Abschlussarbeiten sowie eine Projektarbeit aus. “Wir brauchen Sie, um das Lebenswerk von Rut und Klaus Bahlsen weiterzutragen”, lobte Schopp das studentische Engagement, sich intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

Über den ersten Preis freute sich im WABE-Zentrum – Klaus-Bahlsen-Haus, dem Versuchsbetrieb der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL), die Ökotrophologie-Studentin Corinna Nieland. Aufwendig hatte sie die Schulverpflegung an der Mbuye Farm School in Uganda analysiert. Dazu zählte sowohl die nährstoffbezogene Bewertung der Verpflegung als auch der Blick auf das Ernährungsverhalten der Schülerinnen und Schüler.

Für ihre Arbeit nahm Nieland unter anderem die Körpermaße von 117 Schülerinnen und Schülern und ließ mehr als 80 Ernährungsprotokolle führen. Die Studentin kam zu dem Ergebnis, dass die Verpflegung an der Schule eher eine zu große Energieaufnahme mit sich bringt. “Meine Empfehlung ist, an der Schule mehr Obst und Gemüse sowie kleinere Mengen Fleisch und Fisch anzubieten.” Da die landwirtschaftliche Schule nach Einschätzungen von Nieland ihre Produktionskapazitäten noch nicht vollständig nutzt, könnte zumindest ein Teil des Bedarfs durch Eigenproduktion gedeckt werden. Für ihren Einsatz vor Ort und die auf englisch verfasste Arbeit erhielt Nieland den mit 1.250 € dotierten ersten Preis.

Der zweite Preis wurde zweimal vergeben, jeweils mit 500 € dotiert. Er ging an Carolin Klügel, die sich in ihrer Masterarbeit mit dem Thema “Nachhaltigkeitskommunikation am Beispiel Fairer Handel – Lösungsmöglichkeiten zur Schließung der Lücke zwischen Wissen und handeln” befasste. Klügels Abschlussarbeit ist die zweite Preisgekrönte des Masterstudiengangs “Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft”, der in Kooperationen vom Ökotrophologie-Studiengang der Hochschule Osnabrück und der Fachhochschule Münster angeboten wird.

Über den zweiten Preis freuten sich zudem Lisa Engel, Mareike Koopmann und Sara Willoh, die sich in einem Projekt über zwei Semester mit nachhaltiger Fischerei und speziell den Umweltsiegeln Marine Stewardship Council (MSC) und Aquaculture Stewardship Council (ASC) auseinandersetzten. Einen mit 250 € dotierten Sonderpreis erhielt schließlich Anne Ewering. In ihrer Masterarbeit hatte die Studentin der Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung die “Entwicklung der historischen Kulturlandschaften am Beispiel der Weinkulturlandschaft Mosel in Ediger-Eller” unter die Lupe genommen.

“Es sind allesamt beeindruckende Arbeiten”, lobte die Jury-Vorsitzende Straka. Sie hob hervor, dass es außergewöhnlich ist, dass die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung eine Auszeichnung speziell zum Thema Nachhaltigkeit etabliert hat. Prof. Dr. Bernd Lehmann, Dekan der Fakultät AuL und Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Osnabrück: “Das WABE-Zentrum hat mittlerweile dank der Unterstützung durch die Stiftung ein wahre Leuchtturm-Funktion für die Hochschule.”

(2.7.2013 | Quelle: Hochschule Osnabrück)

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