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Jugend forscht Bundessieger erringt zweiten Preis beim 23. European Union Contest for Young Scientists

Beim 23. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler hat das sechsköpfige deutsche Team einen zweiten Preis und zwei Sonderpreise gewonnen. Vier Monate nach dem 46. Bundeswettbewerb konnten sich die Jugend forscht Sieger in Helsinki gegen starke Konkurrenz aus 38 europäischen Ländern behaupten. Die Preisträger des diesjährigen European Union Contest for Young Scientists wurden gestern Vormittag in der Universität Helsinki geehrt. Die feierliche Preisverleihung war Höhepunkt des europäischen Wettbewerbs in der finnischen Hauptstadt, bei dem die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Preisen im Gesamtwert von 46.500 € sowie Studienreisen und Praktika ausgezeichnet wurden.

Benjamin Walter aus Meißen errang einen der drei mit jeweils 5.000 € dotierten zweiten Preise. Er überzeugte die Jury mit seinem Projekt, mit dem er beim Jugend forscht Finale im Mai 2011 Physik-Bundessieger geworden war. Der 17-Jährige untersuchte die Wechselwirkung von Coronen, einem organischen Molekül, mit einer Germaniumoberfläche. Mithilfe der Rastertunnelmikroskopie analysierte er, ob es möglich ist, mit diesen Stoffen Graphen zu synthetisieren. Graphen ist ein Halbleiter, der künftig die Elektrotechnik revolutionieren könnte.

Gabriel Salg (16) und Nicolas Scheidig (17) aus dem bayerischen Hösbach wurden mit einem einwöchigen Forschungsaufenthalt im „Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM)“ im belgischen Geel ausgezeichnet. Auch beim europäischen Wettbewerb begeisterte ihr Projekt, mit dem sie bei Jugend forscht den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit errungen hatten. Den Jungforschern gelang es, eine neue Zauberformel für die Beseitigung von Mundgeruch zu finden. Mit sogenannten Cyclodextrinen bekämpfen sie Schwefelwasserstoff und seine Methylverbindungen als den Hauptverursacher von schlechtem Atem. Die Geruchskiller, die bislang noch nicht gegen Mundgeruch eingesetzt wurden, wirken wahre Wunder. Nach einer Spülung mit der wässrigen Cyclodextrin-Lösung verschwindet sogar Knoblauchgeruch.

Erfolgreich waren zudem auch Danial Sanusi (18), Xianghui Zhong (18) und Fabian Henneke (18) aus Bremen. Die Jungforscher dürfen im Mai 2012 zum weltweit größten Schülerwettbewerb, der Intel ISEF in Pittsburgh, USA reisen. Beim EU-Wettbewerb präsentierten sie ihre Bundessiegerarbeit im Fachgebiet Mathematik / Informatik. Darin befassten sie sich mit der Frage, wie viele Farben man mindestens braucht, damit sich Kacheln gleicher Farbe nicht berühren, wenn ein Fußboden aus sechseckigen, einfarbigen Kacheln besteht. Dieses Problem erweiterten die Schüler noch, indem sie keine flächigen Parkettböden untersuchten, sondern abstrakte geometrische Gebilde, die sich in deutlich mehr als drei Dimensionen ausbreiten.

„Ich freue mich sehr über das erfolgreiche Abschneiden unserer Bundessieger. Das Ergebnis zeigt, dass deutsche Nachwuchswissenschaftler in Europa eine wichtige Rolle spielen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.
(28/09/11; Quelle: Stiftung Jugend forscht e. V.)

www.jugend-forscht.de

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